Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
330
Einzelbild herunterladen
 

330

auS den achtziger Jahren gesagt:Die sinnliche Liebe ist einerothe Flamme; so wir ihr kein Fleisch geben und ihr das Fleischentziehen, so wir das Fleisch Gott opfern, verbrennt sie selbstihre Fleischtinktur (Färbung), und wird eine weiße Flamme,göttliche Liebe, Jesusliebe, und wird endlich ein Licht, welchesJesus ist." So lasse uns dann das Fleisch dem Herrnopfern, auch er hat das seine für uns geopfert.-

Deine Klagen über Ästhetik und Schriftstellerei kommen ausDeiner ekelnden Übersättigung her; Du bist ungerecht, dies soPlattweg zu verdammen. Alle wahre Kunst ist ein Vorläufer deri Wiedergeburt, denn ihr Streben nach dem Ewigen strebt, ohnees zu wissen, nach dem Herrn. Auch die Künste sind Stimmenin der Wüste; es sind die Teppiche, welche unter die Füße desEiuziehenden geworfen werden. Bete, daß die Kunst gut werde,sie lehrt singen und loben und liegt, wie das Leben, zwischenHimmel und Hölle, und öffnet beiden die Thore; aber es mußdas thierische Fell ja gegerbt werden, so cs die Buchstaben unddas Wort tragen soll.

Das meint die Emmerich auch. Du willst dem Leben seineSinnlichkeit nicht gönnen: versage sie Dir, dann hast Dumehr gut gethan, als alle Goethe's geschadet haben. Lasse DeineAugen darauf nicht ruhen, mache ein Kreuz darüber. Alles willund muß zu Jesus oder zum Feinde.--

Jesus mit uns und seiner Kircke!

Clemens.

Die Seitenschrift läuft rückwärts, die Zeit vorwärts, Jesus> läuft gar nicht, er ist überall. *)

') war Einiges an die Seilen dieses Briefes geschrieben.