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1 (1855) (1855)
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sieh'! und es sind gar Soldaten." Soldaten? Die Leutesprechen von Krieg.Ach, mein Lieber, sei Du ruhig undbedenke, die Wunde *) ist nicht gereinigt, sie kann nicht zuheilen,weun's auch Krieg wird, wir wollen für die Gutgesinnten beten.Was kann es uns thun? Gottes Wille ist immer Sieg füruns, und wenn wir auch sterben, was kann es uns kosten, alsein Leben, ein zeitliches für ein ewiges. Sieh', die Wunde istnicht gereinigt. Ach, was sehe ich da?" (Hier fuhr sie heftigzusammen.) Was ist Dir geschehen?Ach, mein Führerbefiehlt mir zu schweigen und hiervon nicht zu reden." Gut,ich verlange es auch nicht zu wissen; gehe ruhig allein, ich willim Geiste bei Dir sein, so oft Du betest.

Lebewohl!

An ein zwölfjähriges Mädchen aus einer schwer-geprüften Familie.

Dülmen dm Ü. Zerembrr Ü8l8.

Mein liebes, gutes Kind!

In dem Hause zu Holtwick bei Herrn Diepenbrock, **) woDu so viele Wohlthaten genießest, ist mir auch viel Liebes undFreundliches erwiesen worden, und so haben wir denn mitein-ander von denselben Händen Gutes genossen. Wenn aber zweidurstige Menschen aus derselben Quelle getrunken haben, ist esrecht und billig, daß sie miteinander Gott dafür danken in ihremGebete. Das wollen wir nun auch von ganzem Herzen, und

»> Sie meint Wehl eine geistige Wunde.

Bater des kürzlich »erstorbenen Fürstbischofs von Breslau, Cardinal »°nDiepenbrock.