Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
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325
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wenn Du für Deine Wohlthäter zu Holtwick betest, so denkenur immer, daß ich mitbete, und wenn ich in der Ferne fürdiese guten Menschen bete, will ich immer denken, daß Du auchmitbetest. Ich freue mich recht, daß wir so etwas Gutes haben,was wir zusammen thun können, denn ich bin Dir gleich vomAnfang an recht gut gewesen; ich bin allen stillen Kindern gut,weil sie der liebe Herr Jesus auch gern gehabt hat. Jetzt, meinliebes Kind, nahet sich der heilige Christtag; da ist der liebeHerr Jesus, der uns Alle gelehrt, geliebt, geheilt, erlöst undfür uns Alle gestorben ist, in einer armen Höhle von seiner-armen Mutter Maria geboren worden. Das ist die schönsteZeit für die Kinder: erstens, weil da die Kinder der reichenLeute allerlei Geschenke erhalten (über denen sie manchmal dasliebe Christkind ganz vergessen); zweitens aber, weil da diearmen Kinder, welchen ihre Eltern Nichts geben können, sichrecht freuen können, daß sie gerade so arm sind, wie ihr armesBrüderchen, das Christkind. Ja, wenn sie nur denken: ich habeNichts, denn ich habe Alles dem lieben Jesuskind geschenkt, soist es besser, als wenn sie viel reicher beschenkt worden wären,und der liebe Jesus wird es ihnen reichlich belohnen, daßsie ihre Armuth so gern mit ihm theilten, als Andere ihrenReichthum.

Du hast, mein liebes Kind, einen recht guten Jesus, er hatDir eine gute Mutter gegeben und fromme, wohlthätige Pfleg-eltern, und hat Dich dabei arm gemacht, damit Du recht fühlenkannst, daß Du Alles anderen guten Menschen durch JesumChristum zu verdanken hast, und daß Du reichlich bezahlen kannst,wenn Du Jesu von ganzem Herzen dankst und für DeineFreunde und Wohlthäter betest. Sieh', mein liebes Kind, selbstfür das, was andern Menschen ein großes Unglück scheint, kannein frommes, gutes Kind danken; zum Beispiel, daß Du ein soschweres Gehör hast, dafür kannst Du auch Gott danken; denn