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1 (1855) (1855)
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die Hand und ergreift die Reliquie, worauf ich ihr auch denBrief hinlegte, und mich niedcrsetzte, an Dich fortznschreiben, alssie redete und ich mich ihr nahte. Sie sprach:Das ist von Dir,das hast Du mir gethan (ich glaubte, sie rede von dem Brief);ach, ich bin so froh, so glücklich; nein, eine solche Freude, alsich habe!" Ei, sage, von wem ist denn der Brief?Dasweiß ich nicht." Ich öffnete ihn und sah eine leere Gratu-lation.Ich will den Brief nicht lesen, thue ihn hinweg,das kümmert mich nicht, ich habe etwas Wichtiges." Ich thatden Brief weg.Ach, welche große Freude habe ich vonmeinem lieben Bräutigam erhalten, er hat mir heute auf meinenNamenstag einen schönen Blumenkranz geschenkt, und hat ihnmir auf mein Haupt setzen wollen; ich will aber in meinemLeben keinen Kranz tragen, ich will ihm den Kranz lassen, er-hebt ihn mir auf. Die Blumen sind so kindlich, so lieb, so gutgemeint, so unaussprechlich lieb. Sieh', der Blumenkranz bestehtaus lauter Gebeten für mich; ach, mich lieben in der Ferneviele gute Menschen, die für mich beten; ich habe in der Ferneviel mehr Freunde, als nah'. Ach, der schöne Kranz!" Wassind es für Blumen, sind sie farbig?Ach, unaussprechlich

schön, ich habe nie solche gesehen, sie sind mir lieber, als Goldund Silber. Auch von Dir sind Blumen darin; aber meinKranz ist noch nicht fertig, es müssen noch viel Blumen hinein.Du mußt mir auch noch Blumen Hineinsetzen." Was fürwelche?Geduldblumen." Das will ich, mein Kind; aber

ich muß sie erst pflanzen, da mußt Du Segen dazu erbeten.

Ach, sei nur ruhig, es wird gehen, es wird Dir recht gutgehen. Du hast gelebet bis jetzt wie ein Sclave, Du sollst einrecht ordentliches Leben haben und viel, viel Nutzen bringen. Ichhabe meinen Bräutigam so gebeten, daß er Dir Trost und

Freude geben soll, und er hat mir gesagt, Du sollst nur ruhigAlles leiden, er will jetzt die Freude noch allein haben, aber Du

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