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1 (1855) (1855)
Entstehung
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320
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zum Beichtvater:Lege mich nieder und gib mir den Segen!"und er that es, worauf sie sich besser befand.

Ich war wieder allein mit ihr, und wir sprachen über dieNachlässigkeit des Segnens, und sie sagte:Wenn sie es garnicht thun, thut es wohl Gott zuletzt selbst, weil der Herr sieaber eingesetzt, muß ich immer bis zum Tode verschmachtendurch solches Vergessen."

In der darauf folgenden Nacht, vor ihrem Namenstage,Catharina, war sie sehr krank, und heute, am Catharinentage,wo ich sie vor dem Zulaufe der Gratulirenden schütze, und hierbei ihr fortschreibe, erzählt sie mir Folgendes:Ich träumte,daß ich mein Herz aus dem Busen nahm und es theilte unterunendlich viele tausend Menschen, Elende, Krüppel, Männer,

Weiber, Kinder, und zuletzt kamen noch Reiter angesprengt, unddenen theilte ich mein letztes Stückchen Herz hin, so natürlich,daß ich sah, wie es immer weniger wurde. Und als ich das letzteStückchen hingegeben, war ich so leer, so todt, zum Sterben

matt; da erschien mir aber Jesus am Kreuz, und ich sagte:Herr, nun Hab' ich gar Nichts mehr." Er aber reichte mirsein Herz hin und sagte:Da hast du mein Herz, nun theiledavon mit." Und in demselben Augenblicke setzte er sein Herzin meine Brust, und ich war stark und neu, und erwachte."

Im Augenblicke, da ich Dir schreibe, erwachsen mir neueWunder. Ich habe den ganzen Morgen bei ihr gesessen, und

sitze jetzt noch an dem Tisch, und habe Nichts gegessen, als

Butterbrod und einen Apfel, um sie nicht zu verlassen; sie nenntmich ihren Schutzengel. Nach Tisch ließ ich keinen Menschenmehr zu ihr, um ihr endlich eine ruhige Stunde zu verschaffen. Um zwei Uhr kam sie in die Extase. Ich ließ sie ohneUnterredung; die Schwester bringt einen Brief, ich nehme ihnund halte über ihre Hand eine Reliquie, die mit dem NamenCatharina bezeichnet war, doch ohne Zettel; sogleich erhebt sie