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und begann eine ungeheure Reise über ein grünes Feld, einenschwarzen, finstern Wald, der wie Wolken auseinander ging, undendlich über viele öde Hügel und wieder Wald und Feld, unddann in eine schwarze Tiefe, wie in einen verlassenen Torfstich,wie sie sagt, und da war Alles so schwarz und schmutzig undfeucht; da stand aber das Grab ganz nett. — Alles war finster,nur das Grab leuchtete, und sie dachte immer: „Wie ist das nur,daß ein Papst hier begraben ist?" Sie machte den Deckel vomGrabe los und sah die leuchtenden Gebeine und drückte davonan ihr Herz, und sagte zu ihrem Führer: „Das will ich heuteNacht hier verehren und morgen dem Clemens bringen." Dawollte sie nun bei dem Grabe sitzen bleiben, aber der Führersagte ihr, ein wenig zurück zu weichen und entfernter zu beten,weil es ungewöhnlich sei, Menschen an diesem Orte zu sehen. —
Ihr eignes Erstaunen über den weiten Weg, den sie gemacht,über die Wüste und Finsterniß des Orts, und über das wunder-bare Ereigniß mit der Schachtel, ist nicht zu beschreiben. Wirsuchten in der Schachtel nach und fanden richtig, in einemPapiere, zwei Reliquien, eine mit dem Namen Lucia bezeichnet,die andere namenlos — und sie sagte mir, die namenlose müssees sein, weil sie die andere früher, als von einer Jungfrau,erkannt. Diese gab sie mir nun, und Abends gab ich sie ihr,in der Eptase, Nochmals eingewickelt, und sie sagte sogleich: „Dahabe ich wieder den heiligen Clemens."
Am Nachmittag sprach ich noch viel mit ihr von ihrenVisionen. Sie erzählte mir besonders, wie sie seit ihrer frühestenJugend, vom sechsten Jahr an, immer in der Adventzeit solebendig jeden Schritt und Tritt der Mutter Gottes begleitet, undwie ihr das nun wieder alle Jahre vorkomme. Oft dachte sie: jetztist sie auf der Reise nach Bethlehem und muß wohl unter einemBaume schlafen — und da schlich sie aus der Hütte und dachte:ich will unter dem Baume schlafen, da kann sie in mein Bett, —