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Ach, wie freundlich und gut ist er Dir, er freut sich über Dich,er hat Dich sehr lieb." — Und nun begann sie auf eine rührendeWeise das Päckchen in die Schachtel zu legen und alle das kleineGeräthe wieder darauf zu packen, und stellte sie an den altenOrt, und legte Deine Lieder wieder auf das heilige Grab, wasmeine stillen Thränen,du liebes Kind, sehr vermehrte, und nunschloß sie den Schrank wieder und sagte: „Morgen gebe ich Dirdie Gebeine." Nun erhob sie sich mehr, saß aufrecht, nach derGegeüd des Schrankes geneigt, und betete mit über die Brustgekreuzten Armen gar inbrünstig. Aus Furcht, sie möge zu sehrermüden, unterstützte ich das Gefängniß, das Grab ihrer Seele,ihren armen, knöchernen Leib und betete mit, und so betetenzwei-Gräber vor dem dritten, das einen Heiligen Gottesleuchtend verschließt.
Bange, daß die Anstrengung sie ermüden möge, dachteich* Liebe Schwester, ruhe wieder — und alsbald legte sie sichin die Kissen zurück, und ich saß, in das unbeschreiblich himmlischsüße Angesicht sehend. Alles, was ich von Anmuth, Unschuld,Frieden, Entzücken, Andacht in Menschen und Bildern gesehen,ist todt und hölzern dagegen. O, mein Kind, das mußt Dusehen, und so mußt Du aussehen lernen, dann siehst Du undzeigst Du Gottes Ebenbild.
Nun begann sie ein noch weit süßeres Gespräch: „Ach, Duempfängst morgen meinen Jesus, ach, wie lieb' ich Dich nuntausendmal mehr! Komm', komm' mit mir zu meinem himm-lischen Bräutigam, ach, zu meinem lieben, lieben Bräutigam —er liebt Dich! Ach, Liebe, Liebe und Nichts als Liebe!" Undnoch sprach sie unendlich süße Worte von Jesus, von Liebe undSeligkeit. Ich nahm das Amulet, das sie mir gab, und dieKreuzpartikel vom Hals, und sie drückte es an ihre und meineLippen und sprach: „O, welche Wonne, nun sind wir wiederAlle beisammen!" — zeigte dann links und fuhr fort: „Ach,