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„Das ist nicht von Sanct Clemens; aber es ist heiliges Gebein,es leuchtet. ") Aber ich will zu Sanct Clemens, mein Führerwill mich hinbringen; sieh', dort liegen Sanct Clemens Gebeine."Und nun zeigte sie gegen den Schrank starr hin. „Hier!" —unbeweglich zeigend —.„aber ich kann nicht durch."
Ich glaubte nun, sie sähe in dieser Himmelsrichtung SanctClemens Gebeine leuchten, und wendete mich mit meinem Gebetenach dieser Seite in vollem Glauben hin und flehte zu meinemheiligen Patron, er möge mich in den Leib Jesu einleiben helfen.Auf einmal aber fuhr sie in die Höhe, was sie wachend niekann, und sagte: „Ach, da ist das heilige Grab von SanctClemens, nun sollst Du von feinem Gebein haben!" — unddenke Dir mein Staunen, sie öffnete den Schrank, räumte dieBücher bei Seite, nahm die Schachtel heraus und mit der Linkendicht ans Herz, öffnete sie mit der Rechten, packte Alles aus undsagte: „Jetzt nehm' ich Gebein für Dich aus dem heiligenGrab" — und da sie Etwas in die Hand gefaßt hatte, wardsie still, und blieb in der wunderbaren Stellung wohl vierMinuten sitzen. Ich konnte gar nicht denken, daß sie schlafe, ichwußte gar nicht, was ich denken sollte, ich fühlte nach ihr; abersie war starr und steif, wie eine Bildsäule, und ich hätte siezerbrechen müssen, um sie aus der Stellung zu bringen. Ichfühlte ihre Linke, in der sie ein Papierchen fest einklammerte,und auf meine.Berührung antwortete sie sogleich: „Jetzt kriegstDu es nicht, ich will es wieder schön begraben in das heiligeGrab, und will die Nacht dabei beten, daß sich Dein PatronDeiner annimmt. Ach, sieh'! da ist er, er wirft einen süßenBlick in Dein Herz, — nun will ich es wieder schön begraben.
*) Die selige Emmerich sah alles Heilige, oder durch den Segen der Kirchegeweihte, leuchtend, so auch die geweihten Finger der Priester, und unter-schied getaufte von ungetansten Gebeinen.