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Erquickung eine Partikel vom heiligen Kreuz, die ich um denHals trug; sie ergriff es und ward bester, und ich ließ ihr dieganze Nacht diesen tröstenden, leuchtenden Stern. Als ich sieheute früh besuchte, fand ich sie sehr elend aussehend und fragtesie, was ihr fehle: „Ach, sagte sie, ich war recht krank heuteNacht, ich Hab' solch Leid und Freud' gehabt, es kommt jetztAdvent und da spiel' ich immer mit dem Jesukindchen. Undgestern Abend war ich auch mit ihm, und war recht selig, dannward' ich im Traume mißhandelt, daß ich laut schrie und jam-merte, so daß die Schwester erwachte und mich weckte, was mirfehle, aber ich sagte Nichts." Ich war den ganzen Tag bei ihrund las ihr vor bis zur Dämmerung, und wir waren so kindlichvertraut, wie Du es mit mir warst, da Du Dein leibliches undgeistliches Brod mit mir theiltest — ich weiß hier, wie dort,was ich empfing, Gott segne Euch Beide und lohne Dir wenig-stens, daß ich Dein Haupt an dieser Brust liegen sehe, an derdas Jesukind so oft gelegen, ehe sie in Asche zerfällt, auf daßDu erkennst, es sei Göttliches im Menschen, der Jesum alleinsucht, wo er ihn findet, sei es selbst in einem Sünder oder einerSünderin.
Als ich später, am Abend, nachdem sie gebeichtet und ichmich zur Beichte vorbereitet hatte, zu ihr kam, war sie, wieimmer nach der Beichte, in der Gebetsextase starr wie Stein,die Hände um ihr Kreuz gefalten. Kaum hatte ich mich mitbewegtem Gemüth zu der Lieben hingewendet, als sie mir freundlichsagte: „Was trauerst Du? Sieh', die Mutter Gottes mit ihremlieben Kindchen, sie ist bei uns! Ach, welche Wonne und Freude,sieh', welche Herrlichkeit um uns, und die liebe Mutter Gottesbringt ihr Kindchen und gibt es uns, für uns zu sterben und unszu erlösen, was wollen wir mehr von der Welt!" — Ich sprachmit kaum bewegten Lippen: „Ich will beichten." — „Ach, dasist herrlich," sagte sie, „das ist recht; gleich weg mit jeder Sünde,