ihren Sinnen immer stillen Abbruch thun und sie immer sanfteinwenden, in sich, und da bald das Leiden und Lieben desHerrn, bald die Pein der armen Seelen, bald die Noth armerGefangener, Sterbender, Verzweifelter, Kranker bedenken, undganz liebevoll und vertrauend zu Gott für sie beten in jederfreien Minute; sie sollten auf diese Weise sich immer mehr vonder Welt abkehren und mit der Gemeinschaft der Christen undSeligen in Jesu Leib sich vereinigen. So habe ich es von Kindauf gemacht, und war in meinem siebenten Jahr weit mehr imGeist abwesend, als jetzt. Und wenn sie etwas Böses hören,sehen, oder denken wollen, sollen sie gleich ein Kreuz auf dieBrust machen und sagen: Unter Je-su Kreuz kann nichtsBöses in mein Herz. Das hat mich meine gute Muttergelehrt, das habe ich immer gethan."-— — —
„Bin ich nicht unendlich begnadet, da der Herr mich inMitten der Einsamkeit und Einfalt auf dem Felde von frommenEltern, unter Priestersegen und Weihungen, mit allen Kirchen-gnaden und Sakramenten hat erwachsen lassen! Was wäre ausmir geworden, wenn ich so verlassen, und gereizt und verlockt,ohne Beichtvater, ohne Segen und Weihe, unter aller möglichenVersuchung hätte aufwachsen müssen? Andere wären in meinerLage gewiß viel besser geworden, als ich."-
„Ach, wenn sie die Noth des Leibes Jesu, der Braut Jesu,kennten, wie ich; das Schmachten, das Sehnen der Armen undKranken und Unwissenden: sie würden sich mit keinem Blicke nachder Erde wenden, sie würden alle Kräfte des Leibes und derSeele dem Dienste des Herrn opfern. Wer Jesu folgt, derverläßt Nichts, und wahrlich, die Engel Gottes werden alle seineDienste und Pflichten bester thun, als er selbst. Als der Herrgestorben, für uns gestorben, hat er uns seinen Leib, die Kirche,
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