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Am Mittwoch Abend saß ich bei ihr (der Emmerich), undvon meinem eignen Elend, und der Trauer über meine Seele,und mancher tiefen Sorge, recht innerlich betrübt, mußte ichheftig weinen. Bemüht mich zu trösten, verließ ihre Seelediese Welt, und sie sagte unter Anderem zu mir: „Sei dochruhig, fasse doch Muth; ach! wenn Du Deine Seele sehenkonntest, sie ist gar schön: es wird recht gut mit Dir gehen, seiganz ruhig." Dann ward sie still und betete und sagte: „Seinicht so traurig, wie viel Gnade hat der Herr Dir erwiesen,Dein ganzes Leben war voll Trauer. Du hast Niemand gehabt,dem Du Dein Herz recht öffnen konntest, Du bist ohne Führerund Trost in allerlei Elend und Sünde gefallen, das hat Jesusaber all' um Dich auf seinen Rücken genommen, und Du mußtnicht mehr darnach schauen. Ich weiß wohl wie Du liebest, sogehe zu Jesus und sage: Herr! sieh' mein Elend an und nimmvon meiner Liebe den entsetzlichen Überfluß; nimm ihn Dir, daßich nicht trauere, vergebens zu lieben. — Sieh', so mache ich esauch mit Anderer Liebe zu mir, die bringe ich auch zu Jesus —und sei friedsam und ohne ängstliche Eile, und tröste und helfe,wie Du nur immer kannst." So sprach sie zu mir, und ichweinte und rang, und betete immer fort. Da ward sie stillund faltete die Hände und sagte später: „Ich sage das Alles janicht aus mir, glaube mir doch nur; ach, könntest Du sehen, wasich sehe, es ist unaussprechlich. Sei ruhig! Wenn Du auchnoch viel betrübt sein wirst, wir werden uns Wiedersehen einst;da werdet ihr sehen, daß Alles so ist, wie ich sage."
Nun ward sie wieder still, und nach einigen Minuten fuhrsie mit lebhafter Freude auf und sprach: „Ach, sieh' doch nur!Ach, kannst Du das denn nicht sehen? Sieh', wie Dein Schutz-- engel Deine Thräneu sammelt und sie zu unserem Herrn bringt,und wie er die, um welche Du trauerst, tröstet in ihren Leiden."Ach, das ging mir recht sanft durch das Herz, und ich dankte
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