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1 (1855) (1855)
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Mein liebes, von Jesu erwähltes, erkauftes, ersuchtes Herz!was wären alle Deine inneren Erfahrungen werth, wer wäre esgewesen, der Dich durch das gefahrvollste, mit allen Verfüh-rungen bewaffnete Leben, so ausgesetzt, so nackt, so reizend, soselbst durch unbefangene Unschuld verführend, geleitet hätte; werwäre es gewesen, der Dich in Deinen Träumen von Jugendauf führte, und rief; wer wäre es gewesen, der Dich schmückteund rüstete mit Anmuth, lieblichen Künsten und Gebet: hätte erDich nicht für sich gerüstet und für Die, denen Du helfen sollst?Du bist von Versuchungen umringt, aber von Engeln auch, undDu wirst untertauchen in einen heiligen Bann und alle Ver-suchungen werden außer Deinem Kreise stehen und grinsen. O,mein Kind! gedenke des Drachen unter der Leiter der Perpetua,er hebet sein Haupt, bis Du den Fuß auf ihn setzest. Alles,was Dich ängstet und hindert, und quält, ja, was Dich kalt laßt,es ist der Teufel, der vor Dir zittert, denn Du wirst DeinemHerrn dienen, wie Wenige das weiß ich.

Jetzt, da es nahe ist, daß Du Etwas für Jesum thuest,jetzt erst sollst Du versucht werden, jetzt erst wird der FeindDich auf die Zinne des Tempels führen. Sonst zeigte er Dirden Stein und sagte:Mache Brod daraus," und es war Dirleicht, Dich vom Stein zu wenden. Je näher Du kommst demSieg, desto schönere Gaben werden Dir geboten werden, und eswird eine Zeit kommen, da Du zwischen dem himmlischen undeinem irdischen Bräutigam stehen wirst. Gott erbarme sichdann Deiner!

Ach, betrachte doch Dein Leben, ist es nicht voll vonWundern: was ist Dir geblieben? Jesus! und er hat Dirseinen Leib, die Kirche, gezeigt. O, ich Armer, Elender, Seliger,Begnadigter, in der seligen Gemeinschaft zu leben, wo alle Sorgeein Lobsingen und Wirken ist, wo wir statt unser, Gottes Engelsenden können, zu helfen und zu trösten!-

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