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1 (1855) (1855)
Entstehung
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294
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ihrem Angesicht. Ich war sehr dadurch gerührt, und durch diesrasch hintereinander folgende Seelengespräch so vertraut mit ihrgeworden, daß ich sagte:O meine liebe, gute Seele, meineSünden, meine vielen, schweren Schulden, sie muß ich ewigbeweinen." Da riß sie meine Hand heftig an ihr Herz.Omein Kind, sage, frage, sind sie mir vergeben." Sie schütteltemir freudig die Hand und lächelte unaussprechlich freundlich. Ichsprach nun mit großer Freude, sie anschauend:Ist es wahr?"und sie nickte freundlich mit dem Kopf, richtete sich auf, öffnetedie Augen, und sprach:Wo bin ich? was ist das? wer sindSie?" Ich:Kennen Sie mich nicht?"Ich kenne Sienicht; nein, ich kenne Sie nicht, wir sind in der Fremde. (Frommergeben:) Ach, es ist gut, es ist auch so gut; ich bin Alleszufrieden." Ich glaubte, sie wache und scherze, aber es warmir schauderhaft. Ich sprach:Sie haben geschlafen, Sie werdenmich gleich kennen, erholen Sie sich nur." Sie:Es kannAlles gleich anders werden." Mit einem Mal:Dort müssenwir hin." Da fragte ich:Wohin?" und sie streckte die Handlinks in die Ferne, und sagte:Dorthin!" Ich sprach:Nimmmich mit." Da sank sie wieder nieder und schlief wieder starr.Nun trat der Beichtvater ein und wollte sie Wecken, daß dasBett gemacht werde. Kaum nahte er dem Bett, so stürzte siemit beiden Händen nach seiner Hand, faßte die consecrirtcnFinger und führte sie nach ihren Lippen; faltete dann die Händeund betete. Aus dem Bett genommen, fiel sie gleich wieder indie Extase. Ich saß ernst und nachdenkend vor ihr und betete.Sie ward gar ernst und sagte:O, der große Schatz da,da vor ihren Füßen o, wenn sie doch nur etwasfür diesen Schatz thun wollten." Bald darauf erwachtesie, und ich scherzte unbefangen über ihr sehr freundliches Gesicht,das sie gewiß gehabt, und über den Fremdling. Sie lächeltevertraut, doch mit Befremden. Ich verließ sie erstaunt undgerührt, und stelle Alles Gott anheim.