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1 (1855) (1855)
Entstehung
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innere Freude und Zuversicht. Was in den Kreis unserer Sinnehineinfällt, dessen bemustern wir uns, und mit dem kann unddarf und muß guter Wille vertraut werden, so es ein Saumdes Gewandes Gottes ist, das auf die Erde fällt; auf anderemOrt können wir nicht beten, als auf diesem Teppich kniend, undso wir glaubend dies Gewand berühren, werden wir geheilt wiedas blutflüssige Weib.

Kindlich und menschlich vertraut, wie ich es mit unsererliebsten begnadigten Schwester in Jesu Christo bin, rührte michihr Lächeln und der lebendige Ausdruck ihres Gesichtes so, daßich in meinem Herzen zu ihr sprach:Wie glücklich bist Du,gute Seele, Du bist im Innern des Hciligthums; ich stehe drausim Vorhof, ach, vor der Thür, unter den Büßenden. Ach, so Duanbetest, gedenke meiner, o Du gute erquickte Seele, gedenkeDeines elenden Bruders, erbitte Heil und Gnade für ihn!" Dafaßte sie meine Hände heftiger und drückte sie betheuernd starkund anhaltend; ich war nicht erschreckt, aber gestärkt underfreut.Betest Du für mich?" fragte ich mit Gedanken.Sie drückte augenblicklich bejahend meine Hand.O Gott!"dachte ich,meine Gütige, die Du Alles, Alles theilen willstmit Deinen Brüdern, selbst Deine Seligkeit, wie der, von demauch Du sie empfangen hast, ist es wahr?" Sie drückteheftig betheuernd die Hand.Ist es gewiß wahr? Ich liegediesseits, wo Alles verwirrt und undeutlich ist, durch tausendBilder und Töne und Worte der Sünde und des Todes, vergib,Du mußt stark winken, es ist weit bis zu mir her von Dir.Äst es gewiß wahr, o so thue viel, thue Alles für mich, bete,bete stark für mich!"

Da riß sie ihre Hände los, faltete sie innig vor ihremAngesicht, neigte den Kopf und lächelte so selig, so heftig, sobeweglich, als sage sie:Sieh', ich bete, sieh', wie ich bete."Zugleich lag eine höhere Freude, mit Andacht gemischt, über