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dieses nicht nimmst von ganzem Herzen, mit Lust und Jubelund Dank, eine der liebsten Gaben, ja die liebste, die Dir jegeworden: so will ich nicht mehr aufhören bei dem Gedankenan Dich zu weinen, bis meine Augen geblendet werden von demheilenden Lichte Gottes, und getrocknet mit dem Feuer seinerGnade, welche selbst die Wunde der Verzweiflung heil brennt.
Ich bin in großer Freude, aber auch in großer Angst umDich und mich. Ich möchte Courier reisen, um Dir ein wunder-bares Wort über Dich zu sagen. Ach, ich habe seit vier TagenDinge erlebt, wer sie liest, muß schaudern; ich habe sie erlebtund fahre fort, sie zu erleben, und — was ist es mit mir —ich schaudere nicht. Ich sage, es ist Gnade, und spiele in derGnade, wie ein Kind, wenn ich gleich auch drin manchmal weinein heißem Gebet. Mein Herz, Gott hat Dich lieb, über Alleslieb, er führt Dich selbst an der Hand, er läßt Dich nicht los;aber traue Dir selbst nicht, halte Deinen Willen nicht für GottesWillen, ergib Dich nicht Deinem Willen, indem Du GottesWillen darin sehen willst. Du hast unendliche Gnade, aber derböse Feind ist ergrimmt, er möchte Dich durch die Gnade selbstbetrügen: falle nicht, kämpfe! Denn der Feind zittert vor derGnade, welche Dir verliehen ist, und will Dir sie mit aller Listaus den Händen reißen.
O, mein Herz! könntest Du die Liebe, das Gebet, — dasGebet vor dem sichtbaren Antlitz Gottes — sehen, das Diejenigefür Dich zum Himmel schickt in ihren Visionen, die Dir diesessagen läßt: Du würdest diese Warnungsworte, diesen Schrei desHerzens, das am meisten auf Erden an Deinem Heile hängt,meines Herzens, nicht lesen, schwarz auf weiß, wie es hier steht,sondern so lesen, wie ich diese Ermahnungen, diese Winke fürDich aus der Zukunft, aus dem Schooße der göttlichen Vor-sehung gerissen, von seiner kindlichsten, begnadigstcn, mit seinenblutenden Wundmalen versiegelten Freundin im Gebet erfahre,
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