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1 (1855) (1855)
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den allgegenwärtigen Gott, der Alles erfüllt, durch Beschreibungkeiner Seele zu nähern, aller Glauben wird durch ein Schauenerst lebendig. Biel weniger vermag ich ein einzelnes, nur sichselbst erfüllendes Geschöpf, Ihnen näher zu stellen. Jetzt müssenSie gütig glauben an diese gute, fromme, fröhliche, ernsteFreundin unseres Heilands, und will es Gott, so werden Siesehen und das Leben wird Ihnen und den Ihrigen lieber werden,weil mitten in seinem üppigsten Garten der Sinne ein, jedemder sie erkennt, tief und freudig überraschendes, schuldloses, reiches,frommes Herz erwachsen kann.

Seit ich diese Jungfrau kenne, schaue ich ohne Sorge inden Verderb der Welt und die Labyrinthe der Bildung; seit ichdie liebe Emmerich kenne, trauere ich nicht mehr bei dem Anblickganz vernachlässigter, ununterrichtcter Bauern und der einfältigund roh anfgeputzten Anbetung in der Wildniß des Aberglaubens.Überall gedeihen Gottes Priester und Werkzeuge, und ich binganz zufrieden mit der Welt, in mir allein ist zu bessern, zuversöhnen und zu richten, ich bin mir anvertrant.-

Ich hatte sie in einer vornehmen Gesellschaft kennen gelernt,ich kann wohl sagen, durch die gütigste Fügung des Himmelsfür meine Seele. Ich drang durch den Ernst und das tiefe,erlebte Wesen der Jungfrau in ein Gefühl, daß hier Hilfenöthig sei und mir geholfen werde. Mein zerstörtes, ringendes,nach Gott seufzendes Gemüth konnte ihr, die alles Elend auf-sucht, nicht verborgen bleiben; sie hat mich durch ihre Worteund mehr noch, was ihre Demuth nicht ahnen konnte, durch ihrunbefangenes, Gott vertrauendes Dastehen in der drückendstenNoth, zu Jesus, und in meiner eignen, ihr fremden Kirche, zurAussöhnung geführt.

Ich stand mit ihr bei dem neugeborenen Kinde ihrer verstor-benen Schwester schriftlich zu Gevatter, und so erhielt unsere