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eine vollkommene Heilung verleihen, daß der liebe Vater nochlange seine treuen Forschungen für seine christlichen Brüder fort-setzen könne.
Ich würde schon längst gewagt haben, Ihnen zu schreiben,aber ich erwartete immer einen Brief von meinem Bruder, ausdem ich Ihnen Sailer's Ankunft genau zu melden hoffte. Jetzterhielt ich denselben u. s. w.
Ich lebe hier in nahem Verkehre mit Jungfer Emmerichund sehe sie seit vierzehn Tagen täglich mehrere Stunden mitnngemeinem Genuß. Wenn ich die Gnade Gottes betrachte, dieer stündlich über lauter Unwürdige ausgießt, so kann ich michruhig freuen, daß diese Begnadigte mir ungemein viel Vertrauengeschenkt hat. Ja, ich kann sagen, daß ich mich bei Niemand sodurch und durch wohl und vertraulich befunden habe; denn sieist so geistlich als einfältig, so würdig als demüthig, so heiterals fromm, sie ist so natürlich, so lebendig, so unschuldig, sokindlich, daß alle Wunder an ihr zur Natur werden, wie sie esan jedem schuldlosen Menschen ja immer sind. Ich habe dieEmpfindung, daß, säße ein Engel neben ihr, es mich nichtschaudern würde.
Ich habe Dinge neben ihr erlebt, die, wenn ich sie geschriebenläse, mich tief erschüttern würden, die aber, von ihr ausgehend,mir nur freudig rührend waren. Die Wundmale und geist-lichen Siegel dieser Gottesbraut haben mich nicht erschreckt. Ichwar in der ersten Stunde so bekannt mit ihr und so freudig inihrer Nähe, als jetzt, da ich im Kreise ihrer nächsten irdischenVerhältnisse lebe. Wie menschlich liebenswürdig sind die Frommen,wie natürlich ist die Heiligung, ja, sie ist nur Vollendung desMenschen; wie nähe verwandt ist uns der Herr gewesen, unddies ist er noch. — — — — — — -— — — —