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Die gottselige Freundin grüßt Dich von ganzem Herzen,Du sollst ihr doch Christus und das Weib am Brunnen aus-schneideu. Viel Freude wirst Du ihr machen mit einem Christus-kopf und Marienkops, oder Kreuz, zum Halten vors Licht, odereiner Nonne.
- Ich habe geschlossen, aber ich kann noch nicht «blassen, ichmuß noch mehr zu Dir reden. — Sieh' bei Allem, was ichDir schreibe, nicht auf mich, denke nicht an mich elenden Menschen;denke, Du schlügest es in einem Buche auf, Du fändest es aneiner Wand geschrieben.
Seit ich die gottselige, ganz ohne Menschen, allein durchJesu und seine Heiligen in Gesichten unterrichtete Freundingenauer kenne, ist meine Empfindung von der Kirche, wo nichtgrößer, doch klarer und gewisser und zusammenhängender. Wases heißt, in der Kirche nach der Gemeinschaft der Heiligenstreben, weiß ich jetzt erst, nachdem ich einen Theil der Gesichtedieses göttlichen Werkzeugs kenne. Es ist nicht allein unserHeil, es ist das Heil aller Menschen, das uns in die Kirche zumGebete ruft, es ist die Pflicht, an der Wiederherstellung dergefallenen Menschheit zu arbeiten; denn die Kirche hat einenUngeheuern, gemeinschaftlichen Schatz der Genugthuung im Schooßeder göttlichen Barmherzigkeit. Diesen Schatz mehrt sie ewigdurch das Blut der Märtyrer, durch alle Entsagungen, Leiden,Tugenden und Gebete der frommen Gläubigen, und durch diesenSchatz wird die Gerechtigkeit Gottes befriedigt und für unendlichviele arme Seelen in diesem und jenem Leben bezahlt, daß, wassie nicht selbst konnten, von den Brüdern für sie geschehe.
An diesem Schatze haben alle jene Theil, die demüthig inder Gemeinde stehen, wo die Weihe Jesu, auf den Priesternliegend, die Stiftung seiner Kirche täglich im heiligen Meßopfererneuert. Ewig unaufhörlich muß der Herr bei uns sein, unauf-