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1 (1855) (1855)
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So ist das ganze Leben dieses lieben Engels; außerdemvon Schmerzen der heftigsten Art, großem innern Leid in ihrenGesichten um das Elend der Welt, der Verdammten und armenSeelen, und von zudringlichen Besuchen zerrissen, eine beständigeMarter. Und das Alles könnte geheilt werden durch ein treues,verständiges, liebevolles, frommes Geschöpf, das ihr die Haus-haltung abnähme und, neben ihrem Bett sitzend, dem schönstenSitz auf der Welt, die kleine Wirthschaft führte und dieStörungen abhielte.----

In mancher Hinsicht ist dieses ganze Land noch ein Landder Unschuld zu nennen. Bedenke nur, daß Schlechtigkeit desGesindes aus Liederlichkeit und Verführung schier unbekannt ist,und fast gar kein Luxus unter diesem Stand.

Überrascht war ich durch die Zucht und Demuth allerDienstboten. Das Land hat etwas besonders Wohlthätiges zurErhaltung der Eigenthümlichkeit und Sittenreinheit der Bauern,da es sehr wenige Dörfer gibt, wo die Leute, nebeneinanderwohnend, in Laster und Klatscherei durch einander fallen. JederBauer wohnt allein mit seiner Familie, zu welcher auch dasVieh gehört, in seinem Hause, das dicht von einem Buschungeheuerer Eichen umgeben ist, die ihn vor Wind und Wetterschützen, und ringS um ihn her liegen seine Felder. In einerEntfernung von etwa zehn Minuten liegt ein ähnlicher Besitz,größer oder kleiner, und mehr oder weniger solcher Wirtschaftenheißen eine Bauerschaft, deren wieder mehrere eine Gemeindeausmachen. Das Land ist dadurch von den mannigfaltigsten,reizendsten Baumgruppen und tausend heimlichen grünen Zäunenund Winkeln übersäet.

Welch' Kinderleben! Welche Einsamkeiten! Welche unend-liche Brombeersträucher! Überall denk' ich Dein! Ich bin Dirgut, so gut!

Die Bauernhäuser, und selbst die vaterländischen wohl-