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1 (1855) (1855)
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hier, so wäre ihr geholfen, und Du wärest ein hilfreicher Engelfür diesen ganzen armen Ort und die seligste, würdigste Pflegerinder kränksten, verlassensten Freundin Gottes. Denn wahrhaftig,sie ist verlassen, wenn sie gleich Jesum hat, und Priester undeinen Arzt, die gut sind, so fehlt ihr doch alle weibliche Hilfe,ja Gott hat ihr in einer Schwester eine schreckliche Geißel

aufgebunden.---

Nicht das zerreißende, äußere Leid ist es, was die armeEmmerich betrübt; nein, es ist die Furcht, daß eine Seele

verloren gehe.--

Aus ihrem Bett muß die Arme den ganzen Haushaltführen, und für einen alten, gutmüthigen, kindischen, französischenPriester, der oft schwer krank ist, und die Schwester und einesBruders Sohn, der in den Schulferien bei ihr wohnt, und oftandere Bauerngäste, die sich unverschämt zudrängen, Suppen undandere Speisen einrühren. Sie, die selbst nichts zu sich nimmt,als Wasser, muß auf ihrem Schooße kochen und kneten miterfrorenen Händen, welche ewig von den Wunden schmerzen, undoft gießt die ungeschickte Dienerin ihr die heiße Brühe ins Bett,oder reicht ihr einen brennheißen Topf, und sie klagt nicht, undmuß die Thränen verschlucken. Neulich fand ich sie Morgensvon einer Last nasser Wäsche, die ihr auf den Leib gelegt war,schier erdrückt. Sie mußte Alles mit ihren geheiligten Händenaussuchen und zurechtstreichen, und ihre Finger waren von Kälteganz steif und blau. Während die plumpe Schwester, welchedoch um Lohn dient, Nichts thut, oder Alles verkehrt, muß sieoft halbe Tage arbeiten, ohne dem Gebet abwarten zu können,und ist sie Viertelstunden allein, so quält die Schwester sie, hatsie geistlichen Besuch, so lauert sie, öffnet die Thüre weit, daßdie für alle Gerüche äußerst Empfindliche Krämpfen nahe kommt,und selbst des Nachts hat sie keine Ruhe im Gebet, da dieSchwester mit ihr in der Stube schläft.

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