Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
261
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drei Schwestern seiner Frau sind es auch; acht Tage warer nur glücklich. Sie hatte keinen Fehler, als sie war nur reichund launisch, und tausendsaperlot! sie verachtete ihn. SeineTochter liebt er sehr, sie ist bei ihm und liest Hersilien's Lebens-morgen. Witschel's Andachten kann er nicht leiden. Er geht inAlles ein.«

Der vierte Begleiter, ein hagerer, lebendiger, gespannter,langer, sechzigjähriger Mann Sammtmütze auf, Ochsenblut-Überrock, grauen Backenbart, kleine Stirn, kleinste Augen, dieaber, seit lange sich über Alles und Jedes in Erstaunen undBewunderung setzend, einen curiosen Kreis von Betheuerungs-und Anerkennnngsfalten und Runzeln um sich herum erhielten,immer den Kopf weit vorgestreckt, wie eine Schnecke herumfühlend,um ja nicht ein Wörtchen zu versäumen, jede fremde Mund-bewegung schon mit Einstimmung begrüßend, ehe was gesagtwird, und Alles, was er sagt, ganz leer, abgetragen und gutgemeint; aber eine curiose Eile und Langsamkeit in allen Worten.Eile, um ja nicht mit dem Geiste der Zeit und Bildung auchbei dem kleinsten fremden Worte zurück zu bleiben, langsam, ausNachdruck, Würde, gewohnter Würde, und um scheinbar etwassehr Delicates hervorzuziehen; dabei durchaus unterthänig,freundlich und gut. Dieser wurde lang für den MecklenburgischenSeifensieder gehalten; aber er ist der Prediger Gisecke vonLibinichen bei Frankfurt an der Oder, ein Schriftsteller undGelehrter; nie ist mir eine solche Gleichgiltigkeit vorgekommen,die doch beständig im Zeug und voll Begeisterung ist. Er istsehr gegen die schlechten Prediger, spricht immer vom wahrenGeist, und konnte in Nichts widersprechen, als wir in Brun'sKatechismus lasen; er behauptete, das sei Alles ganz wahr;aber Lebensgenuß, Geist, Aufklärung u. s. w.