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1 (1855) (1855)
Entstehung
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259
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Ich spinn' und webe, manchen Tag,

Daß ich nur was erwerben mag;

Ich wirke Blumen bunt und fein,

Mir selber blüht kein Blümelein!

Vergib mir, Herr! die große Schuld,

Vergib meine Klagen, gib Geduld;

Nun trag' ich Alles, Alles gern,

Jst's ja für meinen Gott und Herrn.

Nun will ich still nach Hause gehn,

Will beten, spinnen, weben, nähn,

Die Kranken Pflegen wohlgemuth,

Ich weiß ja, Herr, du machst es gut!

Hell strahlt die Sonn' am Himmelszelt,

Ich geh' nach Haus dnrch's Ackerfeld,

Ich schreite über'n weißen Schnee,

Der wärmt die Saat, daß sie ersteh'.

Die gute L. läßt Dich noch vielmal von Herzen grüßen,sie dankt Dir für alle ernsten Mittheilungen, sie bittet Dich,fleißig an mich zu schreiben, wir wollen Dir antworten.

Leb' wohl, mein guter Herzbruder, und bete für mich, ichbedarf es.

Gott helfe uns! Am Abend vor der Abreise.

Berlin den 19. December 1817.

Clemens Brentano.

An eine Ungenannte.

Brmidriiblirg den 15. September 1818,

Äbcnds 10 Rhr.

Du zürnst nicht, daß ich Dir schreibe, ja es macht DirFreude, denn Du bist meine liebe Seele. Ich habe gebetet undliege im Bett, und weiß gar nicht, wie ich auf einmal neun

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