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1 (1855) (1855)
Entstehung
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258
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2S8

Hab' ich Unrecht heut gethan,Sieh' es, lieber Gott, nicht an,Deine Gnad' und Jesu BlutMacht ja allen Schaden gut.

Alle, die mir sind verwandt,

Gott, laß ruh'n in deiner Hand.Alle Menschen, groß und klein,Sollen dir befohlen sein.

Kranken Herzen sende Ruh',

Nasse Augen schließe zu;

Laß den Mond am Himmel steh'nUnd die stille Welt beseh'n!

(klIM.

Hell strahlt die Sonn', am Himmelszelt;

Ich geh' hinaus auf's weite Feld,

Ich schreite über'n weißen Schnee,

Im Herzen trag' ich heimlich Weh.

Die Sonne winkt mir freundlich zu,

Sie fragt wohl: Kind, was weinest du?

Ach, liebe Sonne, schönes Licht,

Du kennst der Menschen Schmerz wohl nicht I

Zu Haus die Meinen krank und arm,

Ich muß sie nähren, Gott erbarm!

Wer kennt die Noth, wer kauft das Brod?Ich lauf' und ring', ach, war' ich todt!

Die Sonne scheint so hell und warm;

Mich weckt sie nicht aus meinem Harm.

Ach lag' ich unterm kühlen Schnee,

Da fühlt' ich nicht mehr Harm und Weh!