Wollst, Vater! deinen ReinenDie Müde bald vereinen —Hier kann ich nichts mehr thun.Die Augen, matt vom Weinen,Die laß im Grabe rnhn!
Untreue, Nkllr, neue Time.
Ich habe einen Liebsten funden,
Derselb' ist nicht von dieser Welt,
Dem Hab' ich einzig mich verbunden,
Ihm treu zu sein zu allen Stunden;
Er ist's, der mir allein gefällt.
Früh stand er schon an meiner Wiegen,
Sah lächelnd auf mein frohes Spiel;
Ich that so gern mich an ihn schmiegen,
Und forschte nur in seinen Zügen,
Ob auch mein Spiel ihm wohlgefiel.
Er hatte mir von weißer SeidenEin feines Kleidchen angethan:
„O Lämmlein, komm zu meiner Weiden,Nun mußt du dich von Allem scheiden,
Was dies Gewand beflecken kann!"
O wär' ich doch mit dir gegangen,
Du milder Hirt, mit dir allein!
Ein Andrer wies mir Glanz und Spangen,O weh, die goldnen Ketten schlangen,
So fest sich um das Herze mein!
Da ging ich mit dem Fremden lieber,
Und riß mich los von meinem Herrn;
Der sah noch oft nach mir herüber,
Ich sah Wohl auch zu ihm hinüber,
Doch immer schien er mir zu fern.