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Ja, meine Liebe, ich will Alles thun, was gut ist, um DeinVertrauen zu gewinnen; nur lasse mich im Element, in dem ichlebendig geworden, sonst geht alle Kraft von mir. O, ich binunendlich glücklich, wenn ich Dir dienen kann. Ich möchte DirHolz fällen und ein Haus mauern, und Feld graben und denKahn ziehen, worin Du sitzest. Es ist dies nicht allein, weilDu sehr fromm, lieb, hold und voll edler Gottesgabeu bist:Nein, es ist vielmehr, weil Du Dich meiner erbarmt hast, weilDu mich heimathlosen, verstoßenen und von sich selbst verlassenenMenschen, der nicht hat, wo er sein Haupt ruhig hinlegen mag,freundlich zu Dir gezogen hast und zu Deinen Füßen ruhen läßt.Meine Liebe zu Dir ist keine weltliche Lust, Dich anzuschauen,und zu hören, und nach Dir zu streben; es ist eine unermeßlicheSehnsucht, Dir zu danken und von Dir zu lernen.
Von Deiner Freundlichkeit kann ich leben, mehr brauch' ichnicht, um recht glücklich zu sein. Wie gut Du bist, das weißNiemand besser als Du, denn nur Du kennst und schmeckst dengöttlichen Frieden in Deiner Seele, und ich sehe ihn glänzen,wie den Wein im Glas. Wie bös ich bin, weiß ich allein,denn — und Du kannst mir verzeihen und mir freundlich sein.O, es ist unerträglich! ich muß werden wie Du, ich muß DeinerHuld würdig werden.
Um neun Uhr konnte ich nicht mehr ruhen, ich zog michan, zu St. zu gehen; sie ist fort, dachte ich; du bist doch, wosie war, und vielleicht ist sie noch da, dachte ich auch ein wenig.Aber werde ich nicht durch alle die Menschen durchgehen und zuihren Füßen sinken und weinen? Da zog ich den Rock wiederaus und lief doch fort, und habe gestanden wie ein Trunkenerbis zehn Uhr und geharrt, und hatte Dich unendlich lieb; wärstDu auch schon weg gewesen, ich wäre doch freudig gestanden,denn ich trug Dich im Herzen recht warm, daß Du mir keinenassen Füße kriegen solltest. Ich rechnete auf Deinen weißen
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