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1 (1855) (1855)
Entstehung
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Schleier, der konnte meinen Augen nicht entgehen. Die lauteStimme Deines Bruders half und so konnte ich voreilen. Ichzitterte und bebte vor seliger Sorge in meinem Winkel, wieliebte ich Dich, als Du Deinen Führern freundliche Worte gabstund Grüße abnahmst. Habe ich Dich erschreckt, liebe Seele, sovergib. Mir war nicht so, als erschrecke ich Dich. Du warstunendlich gut, Du gabst kein böses Wort. Mein armes Herzwar so voll, ich hätte sterben mögen, ich zitterte, Dich an meinHerz zu drücken und zu sterben. O, was habe ich Dir zudanken! Nicht diese Minuten sind es, nein, die innere Wohlthatist es, das Leben, womit Du mich durchdrungen und geflügelt,das Leben, das mir nie geworden, den zweiten, vollen, seligenFrühling für den ersten, der vergeblich und ohne Sonne war;das Leben, das solche Minuten erfindet, wie ein Stummer dieZeichen, seinen Dank auszudrllcken. Ich weiß wohl, das Allesist Dir nicht recht und Du wünschest Alles ganz anders. Aberich sage Dir, lasse meiner Liebe diese Jugend, denn alles Anderewird auch kommen, so nur wird Alles gesund sein, so nur fühleich, daß ich noch lebe, daß ich Antheil an mir nehme durch unddurch und auch im allerbesten Sinn. Strafe mich nicht, dennsieh, wie schrecklich weise ich bin. Als ich so in der dunkelnTreppenecke ans Dich harrte und die Leute an der Thüre vorübergingen, sang ich still für mich folgenden lächerlichen Vers, beidem ich schier weinte:

Ach, Alles geht vorbei!

Selbst dieser Unverstand,

Den ich in einer wundersel'gen StundeAn einer Wand empfand,

Hat nicht Bestand.

Da kamst Du und ich war der allerglücklichste Mensch undder allerweiseste; denn ich nahm Dich nicht auf den Arm, undtrug Dich nach Hans, Dich in das Buch zu legen, wo Du