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englischen Wagen sich gewaltig schämt; ich, der immer in einemWinkel unterm Dach bei Katzen und Tauben steckte: wie sollteich des schönen, klaren, reinen Bildchens aus dem Hausaltarbegehren?
Also sei getrost! Ich begehre Dein nicht auf eine Weise,die Deine innere und äußere Reinheit verletzen könnte, und dochthut mir das Muß in der Entsagung weh. Es thut mir weh,daß diese Entsagung nicht allein auf dem Gefühl meines Nnwerthsund Deines Werthes, sondern theils auf der Erfahrung derNichtigkeit alles Besitzes, und außerdem auf dem schrecklichenZwang meines Geschickes gegründet ist. Es thut mir weh, daßich Dich verscherzt — was sage ich, verscherzt! daß ich Dichverschuldet, vergeudet, verjammert habe, ohne Dich verschmerzenund verlieren zu können. Es thut mir weh, daß ich Dein binganz und gar, daß ich Niemand habe außer Dir und daß ichdies nicht öffentlich vor der Welt in heiliger Form aufstellendarf; daß ich nicht mit Dir sein darf immer und ungestört, daßman mich Dir, mit der ich unendlich bin, nehmen kann aufkurze Zeit, die auch eine Ewigkeit ist im Verlust. Es thut mirweh, daß ich Dich verlieren werke, so Du einen Freien liebtest,und daß die Pflicht mich tödten wird, ach! wenigstens tödtlichverwunden. Es thut mir weh, unendlich weh, daß ich Deinbin und daß Du doch eines Anderen sein darfst und vielleichteinst auch sein magst. Siehe, da wird das Schreckliche dereinzige Trost, da möchte ich dem Ende aller Dinge ein Lobliedsingen.
O schweig' nur Herz! Die drohende Sibylle,
Die Dir durch Deinen Frieden Wehe kreischt,
Den grimmen Geier, der Dich so zerfleischt,
Bannt Dir ein mildes Kind, uno deckt ganz stilleDie schrei'nde Wunde Dir mit Taubenflügeln,
Weckt Dir den Morgenstern auf stummen Hügeln, u. s. w.
(Gesammelte Schriften II. Band. Seite 197.)