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verdiene. Dann, mein geliebtes Herz, sollst Du viel und vftmit mir sein und sollst auf alle Weise mich stärken und ermahnenzum Guten. Wenn Du mir hilfst und für mich und mit mirbetest, wird Gott sich meiner wohl erbarmen und mir die Kraftgeben, in Entsagung neben Dir zu leben. Erschrick nicht, meinegeliebte Seele, über dieses Wort, weil es Deinem Wunsche, ichmöchte Dich nur achten und ehren, ich möchte Dich nicht so ganzlieben, wie ich es thue, nicht entspricht. Dies Wort darf Dirnichts Kränkendes haben, denn es ist hier nscht von Begierden,es ist nur vom Traum eines Blinden, er sähe, die Rede. WerDich kennt, wie ich Dich kenne, und Deiner begehrte, den kannich mir gar nicht denken, so unverschämt oder dumm kommt ermir vor. Es ist dies kein übertriebenes Lob, nnd es gibtZustände, wo alles Lob ein Ende, oder höchstens den Werthdes Jubels und Entzückens eines Kindes vor artigen Dingenhat; so ist es bei Dir, denn Du bist nach der einstürzendenSeite des Lebens vertrauend hingetreten, Deinen Geliebten zuerwarten. Du hast Dich nicht irre machen lassen, und seineEngel haben das Hans um Dich gestützt, und thuu es noch, derGlanz aber und die Huld, die vor ihnen hergehen, fallen aufDein Antlitz, und so stehst Du, das lieblichste, verklärte Menschen-bild, auf einem Grabe, vor den Posaunen erwacht aus Liebe undUngeduld, eine sehnsüchtig Auferstandene, Deines Liebsten harrend.Wer Dein begehrte, der kannte Dich nicht. Und doch glaube ich,daß unter Allen, welche Dich bis jetzt liebten, Viele solche waren,denen eine blaue Schürze als ein Himmel genügt, wenn einhübsches Mädchen sie trägt, und kaum Ein solcher, der Dichhimmelblau aus Unschuld in seine Schürze sammeln möchte.
Mein Zustand zu Dir ist nicht Begierde, wie könnte icharmer und elender Mensch Dein begehren? Ich, der von Jugendauf vor einem geschmückten Silberladen, vor glatten Möbeln,geputzten Menschen erschrocken ist; ich, der in einem schönen,