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getreten und ich weine bitterlich. Bete für mich! — —-
Ich könnte ewig mit Dir reden. Da solltest Du sehen, daßich nicht witzig bin und nicht boshaft, sondern nur durchsichtig.Das bunte Kleid hat mir der Schmerz gemacht, es sind Narben,Wunden und Maler, diese Witze und diese Blicke, ihre Wurzelist ein Dolch in der Brust und ihre Früchte sind Dornen ummeine Stirne. Du, liebe Hand, thue waS Du willst, stoße siemir in das Herz, oder weine ans sie, sie sollen uns Rosenbringen, Dir weiße Rosen, mir schwarze.
Zitternd bin ich zu Deiner Wohnung gegangen, mit meinenkleinen Gaben unter dem Arm, und vor dem Hause habe ichgestanden, und es war mir wie damals, als ich in den Nächtenvor Häusern stand und ein unaussprechliches Almosen mitstummer Zunge erflehte. Du hast es mir gereicht! War derBaum abgehaucn, nur abgchancn und nicht entwurzelt? so hoffe,daß er ausschlage, und sollte er nur eine Ruthe werden inDeiner Hand, mich zu strafen! Du bist ein Heiligthum, inDeiner Nähe weichen alle Furien, zu Deinen Füßen sitzend fielvieler Jammer von meinem Herzen, aber ich durfte nicht sagen,wie mir war. So war ich denn, wie ich mir mißfiel, und sagteDinge, die mich erstickten; aber ich hätte weinen mögen undniederknien, und Dich bitten, daß Du mit mir betest. So istmir oft im Leben; so war es mir gestern mit mehr Recht, alsje, und doch warst Du so gütig und Alles war freundlich; wenngleich wir Alle fühlten, daß dies ein seltsamer Abend war, sohabe ich doch wohl am heftigsten gefühlt, wie heilig er war.
Du unergründlich gutes Kind, wie hast Du mir all DeinenSchmuck gestern gezeigt. O, selige Überraschung, du gütige Ver-legenheit! Alle Gewänder stürzten von Deiner Seele, und ichweiß wie Du bist! Selbst verneinend warst Du mir ein heilen-des, schaffendes Ja. Daß ich wünschte, die Dichtung bei mir