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daß ich so sprechen muß nach meiner Natur und daß ich dieKraft nicht habe, ganz zu verstummen; dann überlasse ich wiederdie Worte ihrer innern lebendigen Selbstständigkeit und die
Rede wirtschaftet dann ans ihre eigne Hand munter drauf los,während meine Seele in der Angst, Trauer und Sehnsuchtliegt, und nur dann und wann, wie der Baß der Betrach-tung, die reißende und hüpfende Melodie durchschneidcnd ordnetund eintheilt.
Bei dieser DoPpeltHatigkeit findet aber nicht immer eindeutliches Bewußtsein dieses Zustandes Statt. Oft fällt das Bewußt-sein wie ein Blitz hinein, der Thränen in den Augen hat; oft
bin ich wie ein alter Greis, dessen Hände so zittern, daß die
Kinder freudig darnach tanzen, und Nichts ist rührender, alswenn sie, müde zu tanzen, sich mir nahen und mir danken, daßich ihnen so ein lustiges Tempo angegeben mit den Händen,
mir auch sagen, ich solle nur aufhören zu zittern, sie könntennicht mehr tanzen. Vielleicht ist es aus diesem meinem Zustandezu erklären, daß ich ein besonderes Wohlgefallen an der Polonaisen-musik habe, weil sich in ihr die schnelle Melodie im ruhigenTakt, wie jene meine Lebendigkeit in Melancholie, oder, ehrlichergesagt, in begründeter Schwermuth über meinen Unwerth undmeine schwere Schuld bewegt. Aus jenem Zustand erkläre ichmir eben so alle meine Ansichten, oder richtiger zu sagenGefühle, in Beziehung auf die Künste überhaupt. Aber die willich hier vorübergeheu und zurückkehren.
Wenn sie versteht, daß meine gesellige Lebendigkeit nur dieseim Witz durch die Ironie als Einheit erscheinende innere Dvppel-thätigkeit ist, so wird sie leicht begreifen, daß sie mich unruhigfühlen muß in dem Augenblick, wo durch sie selbst diese gewohnteFigur des Seins unterbrochen wird; denn sie hebt in mir dieTrennung auf, indem sie durch ihr Dasein im Leben demselbenfür mich einen Reiz gibt, der meine Betrachtung aus der Ein-
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