arbeiten, besonders wenn Sie ihm einigen Raum vergönnten,weil er nicht gern zu klein arbeitet. Gelänge es Ihnen, inIhrem erweiterten Etablissement eine einfache Steindruckerei zuerrichten, so könnte er die Zeichnungen gleich auf Stein machen.Leicht schraffirte Federzeichnung, seine größte Stärke, ist dieleichteste Steinmanier, und daß diese, wenn man nicht zu vielfordert, ihm auf Stein gelingt, zeigen die schon sehr ausgeführtenZeichnungen, welche er hier unter den schlechtesten Steindrück-bedingungen ausgefertigt.
Ich lege Ihnen hier einstweilen das Manuscript der Ein-gangsfabel bei. Zugleich die ersten Bogen einer etwas reinerenBearbeitung, die doch auch noch Feile bedarf; die Abtheilung inKapitel in ihr halte ich jedoch für nöthig, um der Bequemlich-keit des Lesers willen. Auf Ihren Wunsch erhalten Sie dasFolgende zur Einsicht. Was die Gegenstände zu etwaigen Zeich-nungen betrifft, würde ich sie mit Ihnen aussuchen, und sie dannSchinkel detaillirt beschreiben, da er selbst zu lesen nichtMuße hat. Ich skizzire ihm dann die Zusammenstellung nur inMassen hin, und er verfährt sodann nach seinem Gefühl undGeschmack. Man muß dies, weil er eine zu freie Produktionhat, die, da er die Aufgabe nicht selbst aus dem Werke liest,leicht sich von dem Inhalt aus anderen malerischen Rücksichtenund Verführungen trennt. So habe ich ihm auch den Titel,der Ihren Beifall so sehr hat, ungefähr zusammengestellt, nurhabe ich nicht bestimmt genug aufgemerkt, so daß Einiges darinist, was nicht nur ganz aus der Fabel, sondern auch aus meinerEmpfindung fällt, und was ihm selbst und Jedermann bestergefalle» würde, wenn es anders wäre.
Über Ihren Vertrag mit Schinkel, sollten Sie geneigt sein,sich seines Talents zur Verzierung bedienen zu wollen, bin ichbereit, mit ihm zu sprechen; er ist vertraulich mit mir, und wennihn gleich sein großartiges Wesen zu einer zu großen Freigebigkeit
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