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1 (1855) (1855)
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181
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mußte ihnen denn die Bibel genommen werden, damit sie Katho-liken blieben? Wer der Rechte ist, das ist Jesus; er allein istder MütlA zwischen ihm und dem Menschen aber ist keiner.Die einzige Erkenntnis; von ihm fließt aus seiner Lehre und ausder Natur, und aus dem menschlichen Herzen im Verhältnisse zudieser, und zwar aus dem unmittelbarsten. Von Allem, wasmich störend von ihm abweist, indem es mich ungeschickt zu ihmweisen will, muß ich mich wenden, d. h. Jeder auf seine Art.Wer mir aber zuruft mir imponirender Stimme:Hieher,hieher, das ist der rechte Weg; so und so mußt du es machen,so will es die wahre Kirche!" der macht mich irre undzerstreut mich und peinigt mich.

Daß ich ein Sünder bin, fühle ich, daß ich meineSünde bereuen muß, fühle ich, daß es tief in der Naturbegründet ist, Ruhe in dem Bekenntnisse zu finden, fühle ichauch; aber daß ich nur einem Menschen bekennen kann, auf demder Geist Gottes unmittelbar ruht, das ist ein Gefühl in mir,das ich nie werde ganz erdrücken können. Die magische Fort-pflanzung des Geistes Gottes durch Auflegung der Hände kannmir nie mehr sein, als die Ertheilung der poetischen Kraft durchdie Krönung eines poets vsosoreus Ikmrvstus.

Jesus macht Heilige und Priester; aber er hat keineVorliebe für die römischen Heiligen und römischen Priester.Warum kann kein Weib die Sakramente ertheilen, da sie dieselbenempfangen kann, und die Mutter des Heilands ein Weib war?Ist es ein geistliches Geschäft, so müssen sie es können; sie müßtendenn von Ewigkeit her ausgeschlossen sein und sie könnten darumklagen.

So sind tausend formelle Dinge, lieber Nepomuck, die miran allen Ecken störend sind, wenn ich mich der katholischenKirche nähere. Was weiß der Papst von dem innern Zustandeder Christenheit? Hat er wohl einen Begriff von dem deutschen