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curiren mir in der Seele zuwider ist, habe in dem Gespräch eineNeigung aus Ungeduld bizarr zu werden, um nur Etwashineinzulegen, um so mehr, wenn man zu Dreien ist, denn zuDreien muß jedes Wort Dreien genügen, u. s. w.
Clemens Brentano an den jetzigen Geheimen - Nathvon Ningseis.
Berlin, Nollkmlirr M5.
Lieber Ringseis!
Ich habe nun zwei Briefe von Dir (so wollen wir uns inZukunft nennen, anderes ist nicht der Mühe werth); daß ich nochnicht geantwortet, mußt Du verzeihen, habe ich doch selbst Sailerauf seinen er sten lieben Brief noch nicht geantwortet, und zwarallein, weil ich bis jetzt noch nicht lebendig dazu getrieben war.
Deine frommen Wünsche für mich sind meine eignen, aberes sind mir in so fern mehr als Wünsche, als ich sie öfters mitinnigster Sehnsucht wünsche. Von Erbaüungsbüchern, in denenich manchmal lese, hat mich bis jetzt Nichts recht innig gerührtund ganz befriedigt als Kempis und einige geistliche Lieder ansdem anmuthigen Blumenkranz aus dem Garten derGemeinde Gottes. Die meisten anderen Schriften gebenmir mancherlei Ärgerniß, und wirken häufig mehr wie indivi-^.^s-^^^^-duelle Beängstigungen Anderer, als wie unmittelbare Offen-^^barungen Gottes auf mich. Das Lesen der Bibel kann michauch nicht recht fesseln; das Historische darin hindert mich, undich habe oft einen rechten Ekel vor den Quälereien und Peinen,in welche mich manche Lcctüre und Unterredungen der Arthineinpersuadirten, so daß ich Monate lang mit ganz mißstalteterSeele wie eine Art Verrückter herumtaumelte.
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