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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
175
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I7S

walten; aber um Gotteswillen kein niederes Verhältniß mit Lustdarin behandelt werden. Mache aus dem Juden lieber einenkeuschen Bartholdh, einen Kunstanbeter, doch das steht bei Dir;ich wünsche nur, das; wir etwas bilden, was Nutzen bringe undin allen Händen unverdächtig wirken konnte, sonst ist keineFreude dabei.

Clcmrns Brentano an eine Schauspielerin. ' )

18.15 oder früher.

Verehrte Frau!

Diese Reime sind mir in aller Unschuld ans der Federgeflossen, und da sie lieber noch zu Ihnen verlangen, als ichselbst, da sie unschuldige Kinder sind, und ohne Verstand, undliebenswürdig thöricht nnd kein anderes Leben haben, als diesessüße, arme Leben, empfangen zu werden in mir und, wenn Siees wollen, von Ihnen gern gelesen und gütig verstanden: warumsollte ich diesem unschuldigen, wahren Liede, das Sie in mirgezenget, nicht den Weg zu Ihnen zeigen?

Ich weiß nicht warum, aber ich will Ihnen unendlich wohl;mag es sein, daß ich Sie in einem anderen Leben gesehen odersehen werde kurz, ich fühlte mich Ihnen vertraut, auch ohneAnnäherung, und ich gehöre Ihnen von ganzem Herzen an,ohne je irgend einen Anspruch an Sie zu machen. Wäre dies,so könnte ich nicht so offen zu Ihnen reden, ja so könnte ichIhnen nicht ohne Unverschämtheit sagen, daß ich Ihnen meineNeigung von ganzem Herzen gönne, und die Neigung allerTrefflicheren oben ein.

*) Bel Übersendung des Liedeö:Durch die stummen Wälder irrte" u. s. w.Leite 182 des II. Bandes der gesammelten Schriften.