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Farbe und ruhige Besonnenheit mit großer Verehrung vollendeterMeisterschaft fesselten und mich zu dem Künstler hinzogen, soblieb mir doch als Bild des Totaleindrucks: eine untergegangsneWelt, eine Auferstehung, ein Glaube, eine Kirche, ein Kirchenban.Eine Kirche in der Kirche (das Chor), ein Altar im Chor, einSakramenthäuslein auf dem Altar, eine Monstranz im Sakra-menthauslein; aber statt dem Abendmahl in der Monstranz einRing, und in dem Ring ein Loch, zu welchem mir Alles wiedie Maschen einer sich selbst aufziehenden, künstlichen Strickereihinauszurinnen schien.
Clemens Brentano an Ludwig Achim von Arnim.
Lieber Herr Bruder!
Du bist zu beneiden um den guten Muth und das gesundeGebiß und den Appetit, mit welchem Du Deinen poetischenSchinkenknochen festhältst. Ich habe gedacht, Dir doch wenigstensetwas durch mein Schreiben abzugewinyen; aber Du läßt keinJota nach, ja Du hast Dich bereits so verbissen, daß Du dieAufkündigung gleich beilegst, wenn ich nicht ganz in Deinen Planeingehe. Alles das treibst Du mit so munterem, frischemUngestüm, daß Du das, was Du begehrst, selbst unmöglichmachst, indem Du zum Kuckuck mit Deinem Beine fortrennst,ohne zu sagen wohin, woher, wozu, womit, was. Ich armerTeufel aber diene von Herzen gern, nur möchte ich wissen, werder Herr ist. Also vor Allem sage deutlich: was soll eigentlichdas Buch für ein Licht aufstecken, das Du über's Theatervorhast? Soll es bloß ein Bild der jetzigen Schweinerei sein?Die ist in allen Comödianten - Romanen, vom Scarron an,erschöpft, und selbst was der Wilhelm Meister geleistet, isthöchstens ein paar Ideen über Hamlet, welche Hamlet's Worte