Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen
 

16S

und eine Bahn Ihnen offen, die unendlich. Ich habe nochKeinen geliebt wegen seiner Dichtungen; die besten Dichter habenkeinen Theil an ihnen, und können sie gerade nichts Schlechterestreiben, als ihre besten Werke. Wenn ich aber ein Herz finde,das ich lieben kann und das mich begeistert, so habe ich Respektvor ihm und seinem Meister, dem lieben Gott, der uns amEnde doch den Lorberkranz abläuft, wenn er Lust hat; aber erhat des Zeugs genug, und läßt es wachsen. Kurios, sagte einPhilister, er hat die Welt voll der schönsten Botanika und nimmtsich gerade die Dornen, lllieu, 8»>^e Llirllioplwre, ssmjgmlempus «st g(I Lrbollm snnöi! Das wollte ich Ihnen schreiben,und meinen Wunsch, daß Sie sich keinen schlechteren Gedankenvon mir machen, als nöthig. Sollten Sie je zu gut von mirdenken, so lassen Sie mich sorgen, denn ich habe Sie vonHerzen lieb, und wen ich lieb habe, dem kann ich es nichtverschweigen. Ich habe überhaupt kein Geheimniß auf Erden,denn was geheim ist außer der Dreieinigkeit, das halte ich desTeufels. O, wie schön mannigfaltig hat Gott die Geschaffenenin bunte Reihe gesetzt, daß sie sich nicht langweilen sollen, unddoch thun sie-

Februar ^>816.

So weit waren diese Zeilen vor Jahren geschrieben, Siewerden die Zeit besser wissen, als ich, da ich sehr wenig Gedächt-niß habe. Sie sind mir mehrmals wie ein festgefrorenes Gespenstunter meinen Papieren begegnet, wo sich eine ganze Sammlungsolcher nicht vollzogenen Gesandtschaften befindet, die ich manch-mal mit Schrecken und Rührung mustere. Da diese ZeilenIhnen ihre Entstehung verdanken, so mögen sie endlich zu Ihnengehen; aber lassen Sie dieselben für das gelten, was sie jetztsind, sie liegen weit hinter mir; ich gestehe ihnen Nichts zu, als