Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
158
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Werth des Ganzen um Ihre Mittheilung und Ihren Rath;denn ich habe ein unbegrenztes Vertrauen zu Ihrem malerischenGefühle, welches es allein doch in Anspruch nimmt. GlaubenSie mich nicht zu sehr zu betrüben, wenn Sie mir Ihre Rand-zeichnung abschlageu, da ich es ja wegen meiner selbst schondichten mußte, und jene mir nur eine Belohnung sein sollte;wie die Mutter sich freut, ihr Kind im Frühling unter Blumenund Lämmern und Vögeln auf bunten Wiesen spielen zu sehen,das ihr aber auch nackt auf der Windel lieb ist. GlaubenSie mich aber auch sehr zu erfreuen, und zur besseren Fortarbeitzu ermuntern, wenn Sie mir Ihre Begleitung versprechen; dennich halte Ihre Arbeiten für ewige, und für eine ewige sollenSie auch meine Hochachtung und Liebe halten, mit der ich u. s. w.

Derselbe an Denselben.

Berlin im Imuj ilsilü.

Verehrter lieber Freund!

Aus indirectem Wege hatte ich den Tag vor dem ErhaltIhres Schreibens durch Luisen Reichard die Nachricht vonIhrer Krankheit, und daß man für Ihr Leben fürchte, erfahren.Wie sehr freute es mich nun, von Ihnen selbst zu Horen, daßSie sich noch fühlen, und die Züge der kunstreichen Hand zusehen, die ich vielleicht schon ruhig gefaltet über dem stillgewor-deneu Herzen, dem Licht entrückt, der Erde vertraut mir dachte.Ich habe mich von Jugend an gewöhnt, das, was wir im Lebendas Schlimmste nennen, stets zu erwarten, und später mitSchmerz auch dieses 'Schlimmste für das Gute zu halten. Aberich fühle doch noch eine große Freude, wenn mich die Tücke desGeschicks betrügt um diesen Harnisch gegen seine Schläge, und