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1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
154
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werde mir daher die Freiheit nehmen, Ihnen nächstens einenTheil der Romanzen zu übersenden, mit der Bitte, sie als einPrivatvertrauen zu behandeln und mir Ihre Neigung oderAbneigung zu eröffnen. Das Ganze ist ein apokryphischesGedicht über die Erfindung des Rosenkranzes, eine Reihe vonromantischen Fabeln, in welchen sich eine schwere, alte Erbsündemit der Entstehung des Rosenkranzes löst. Sobald Sie mirIhre Gesinnung über das Mitgetheilte eröffnen, werde ich Ihnenden noch fehlenden Theil im innern Plan, und nach und nachin der Ausarbeitung mittheilen, oder so Sie sich meinem Wunschenicht geneigt fühlen, Sie um die Rücksendung der Lieder bitten.

Der erste Ursprung meines Wunsches Ihrer Randzeich-nungen entstand aus dem Gefühl, daß diese Lieder, welcherührende, irdische Verhältnisse mit scharfgezeichneten, ansprechen-den Situationen darstellen, zugleich ihre Gestirne unsichtbar übersich wandeln haben und in einem innern, steten Bezug zu denchristlichen Mythen der Ober- und Unterwelt stehen, ohne daß siedoch von diesen selbst viel sprechen; ja, auch für ein Gemüth, demalle Spiegel verschleiert sind, sich als eine fest zusammenhängende,die edleren Sinne tragisch erschütternde Fabel darstellen. Nunglaubte ich, es könne einem Künstler, der aus dem Regenbogendie Theorie seiner Farbenkugel aufstellen kann, ohne den Glaubenzu belächeln, er sei Noah's Friedeusbogen, oder den Aberglauben,daß Schätze unter dem Fuße des Regenbogens begraben: einemsolchen Künstler, glaubte ich, könne es lustig sein, mit freienFederzügen aus einzelnen festen Gestalten dieser Lieder jeneBeziehungen zu Heiligerem sym'bolisirend herauszubilden undKilHST" hindeutend zu begleiten; eine 8>Kn->tura in der

Malerkunst ist doch alles dergleichen. Außer Ihnen lebt keinMensch, dem dieses von Innen verliehen wäre. Die Riepenhausenhaben, trotz schönem Talent und großem gesegneten Bestreben,Alles, was auf dergleichen bei Ihnen hinzeigt, nach meiner