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1 (1855) (1855)
Entstehung
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interessiren wird, ist diese: Da ich vor ungefähr einem halbenJahr in München war, hörte ich von einem Freunde, daß eindort lebender alter Maler, Namens Klotz, seit vierzig Jahren ingänzlicher Abgezogenheit von der Welt ein System des Lichtsund der Färbung in der Malerei ausgearbeitet habe, welchesvon der wunderbarsten Consequenz und Tiefe sei. Ich selbsthabe ihn nicht gesehen, weil ich nichts davon verstehe; werIhnen dort wohl am besten Nachricht davon ertheilen könnte, istRnmohr, der bei dem Akademie-Director Langer zu erfragenist; er soll sehr dienstfreundlich sein.- Weiter soll ProfessorGörres in Koblenz, mein geliebter Freund, und einer der viel-seitigsten, wärmsten Denker, ein guter Mathematiker und Natur-forscher, und ein äußerst gelehrter, ideenvoller, trefflicher Mensch,seit langer Zeit mit Forschungen über das Licht beschäftigt sein,die er, wie ich höre, jetzt in französischer Sprache ausarbeitet.So sehr es möglich ist, daß Sie ihn vielleicht aus seinen Phan-tasien über Ihre Tagszeiten in den Heidelberger Jahrbüchernfür einen ganz Anderen halten, als Sie ihn halten und liebenwürden, wenn Sie ihn in seinem ganzen Umfange kennten, sobin ich doch versichert, daß er es ist, der Ihnen, wenn Sie ihmdenselben freundlichen Antrag machten, den mir Ihr geliebterBrief gemacht, ungemein viel Herrliches aus seiner Erfahrung nachseiner Eigenthümlichkeit mittheilen könnte. Ich habe nie einenMenschen gekannt, der Bilder und Kunstwerke so ganz ungemeinscharfsinnig betrachtet, und der über Gruppirung und Färbungso bestimmte Ideen hat. Mit großem Genüsse dnrchsah ich einstmit ihm eine reiche Kupferstichsammlung. Bis zum Erschreckenwar sein Gedächtniß und sein vergleichender Witz, wenn er beidem tausendsten Blatt sich des fünfzehnten und hundert undvierten so erinnerte, als lägen sie daneben. Ohne zeichnen zukönnen, habe ich ihn wohl alle Gruppen oder Massen der bestenBilder, die er in Paris und sonst gesehen, mit der Feder richtig