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1 (1855) (1855)
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Künstler, als die höhere Kunstrichtung vor äußerlichen Revolu-tionen zurückgetretcn oder aufgeflogen oder hinabgezogen war,so treu wie die Niederländer an der sie umgebenden Naturgeblieben, wir würden die unzähligen asfectirten Fratzen nichtum uns haben, die aus einer idealisirenden Empirie aftergeborensind, welche die meisten Künstler zur höchsten Unempfänglichkeitaufgeblasen hat. Sobald die Nationen wieder ein Firmamentdes Glaubens und Wissens, rund wie eine Halbkugel, über sichstehen haben, werden ihnen die Gestirne der Kunst heranziehen,ohne daß sie fragen warum? und wissen wie? Einzelne tiefsin-nige Naturen mögen wie versiegelte Brunnen in jeder Zeitstehen, aber sie handeln mit Arcanis, und der Zirkelabschnitt,den sie über ihrer Mitwelt aufspringen lassen, ist nur denSehern und unschuldigen Kindern erquicklich. Die Welt kann nieohne Menschen sein, die Gottes Ebenbild verkünden; aber einVolk solcher Menschen ist die Stadt Gottes selber, die hieniedengleichzeitig nirgend ausgebaut wird. Ich glaube nicht, daß jeein einzelner Künstler in spröder Zeit durch tiefsinnige Werkedie Kunst befördern wird. Die Kunst ist durch sich selbst da,und der speculirende Künstler mag wohl ein eben so traurigerKomet der verlorenen Kunst sein, als alle Philosophie überhauptda anfaugen dürfte, wo das Leben Abschied genommen und derTrieb nackt und bloß mit sich selbst ringt. Wie aber der specn-lirende Künstler arbeitet, und wie sein Buchstabe ist, so wirdsein Wort sein, und so wird es Fleisch werden können. Ichhabe manchmal darüber nachgedacht und auch geistreiche Freundedarüber gefragt, wenn man z. B. den Afrikanern die Malereirein und ursprünglich lehren könnte, wie sie wohl malen würden,und wie ihre Bilder sich zu unseren und zu unserer Kritik undTheorie verhalten würden, wenn sie z. B. ihren Raphael hätten?Wir haben uns nie darüber befriedigen können.

Sollte mir auf meiner Lebensbahn irgend Etwas begegnen, das

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