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übersenden, und scheuen Sie sich sodann nicht, mir Ihre Gesin-nung mitzutheilen, so wie sie ist. Sie kann mir in jedem Fallebelehrend sein, und müßte Ihrer Ansicht nach auch mein Wunschunerfüllt bleiben, so werde ich mich, nach meiner großen Achtungfür Sie, und durch die rechte Art, mit der Sie mir meine Bitteversagen werden, ruhig bescheiden, daß ich mich in meiner Hoff-nung geirrt habe, und daß Sie Recht haben. Bleibt mir dochimmer die Gewißheit, daß Sie es mir aus eben so gutemHerzen und Sinne werden versagen müssen, als ich Sie auseinem solchen darum gebeten habe. Leben Sie wohl, ich erwarteIhre freundliche Antwort bald. Grüßen Sie Luise Reichardherzlich von mir, empfehlen Sie mich Ihrer Gemahlin, und daSie so liebe Kinder haben sollen, so erzählen Sie ihnen voneinem guten Mann mit schwarzen Haaren, der sich darauf freut,ihnen vielleicht einmal allerlei Mährchen zu erzählen und Liedchenzu singen, wie auch, daß er ihren Vater sehr liebt und ehrt.
Ähr
Clemens Brentano.
?8. Arnim grüßt von Herzen; auch der schmiedende, rußige,treue, kluge Pistor und seine freundliche, festgegürtete, wirth-schaftende Hausfrau.
Ich bin recht erschrocken. Bis hieher hatte ich Ihnengeschrieben, als ich plötzlich das Unerwartetste, Ihren gütigenBrief vom 27. December erhalte. Ein Mann, den ich mirwährend der ganzen Zeit meines Schreibens fingiren mußte,tritt plötzlich hervor; ich habe seine Schriftzüge, seine Gedanken,seine Rede an mich vor Augen. Ich war bestürzt; Pistor, dermir den Brief gab, wunderte sich auch über den seltsamen Zufall.Die freundschaftlich ernste Aufforderung zu einem, Ihren Studienförderlichen Jdeenwechsel ehrt mich ans eine demüthigende Art,indem ich meine Schwäche zu sehr fühle. Früher hinreichend