sichrer verlassene arme Bäuerinnen und Töchter der geringen >
Stände Pflegen ihre Kinder mit allem Putz, allen Schätzen zuschmücken, die sie erschwingen können, und, selbst arm und schlechtgekleidet, die lachenden Kinder als schimmernde Trophäen ihresUnglücks im Sonnenscheine Sonntags vor der Kirche, und ^
unter den spazierenden, wohlgeborenen Bürgerinnen herum zu ^
tragen. Auch so etwas mag in meiner Begierde liegen, mit ^
der ich Sie ersuche, meine Arbeit nicht zu verschmähen, undwenigstens unbefangen zu versuchen, ob Sie eine nicht herab-ziehende Veranlassung in ihr finden können, sie mit den besseren IEinfällen Ihrer Reißfeder zu begleiten. — Doch was kann allesdas helfen? Wäre ich Ihnen je nah gewesen, ich wollte Sie so 'lieb gehabt haben, daß Sie es aus lauter Freundlichkeit thäten.
Indem ich mich nun wende, diese Selbstbekenntnisse an ^
Sie, verehrter Mann, zu schließen, mögen Sie in meiner >
herzlichen Aufrichtigkeit lesen, daß ich das Auffallende meiner E
Bitte ohne Absicht selbst fühlend, mit ihr zugleich mein Herz ^
ausschütten mußte, damit Sie das Eine um des Anderen willen l
verzeihen möchten. Auch Steffens hat meine Arbeit mit Theil- I
nähme gehört, und mir versichert, es sei ihm wahrscheinlich, daß -Sie in ihr gern und leicht Veranlassung zu den lebendigsten und sideellsten Variationen finden dürften. Das Ganze selbst möchtesich einer Folge mit Arabesken da verflochtener Gemälde ver-gleichen, wo die Gestalt unaussprechlich ist, und wo das Symboleintritt, wo die Gestalt blüht oder tönt. — Ich wünschte, daßSie sich keineswegs an meiner Arbeit störten, sondern nur dieEmpfindung allegorisirten, die sie Ihnen macht; ja, es würdemich entzücken, wenn Ihre Bilder den Träumen eines Künstlersglichen, die ich mit Gesängen zu begleiten versucht hätte! ScheintIhnen aus den vorliegenden Zeilen eine Seele hervorzuleuchten,die einige Ansprüche auf Ihre Neigung machen kann, so befehlenSie mir, Ihnen den vollendeten Theil meines Gedichtes zn