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nur war, diese Lieder, die ich mit Begeisterung und Ernstgeschrieben, möchten Ihnen so Wohlgefallen, daß Sie gern jedeRomanze mit einer Randzeichnung, so wie die Dürer'schen imSteindruck vorhandenen des Münchner Gebetbuchs, abbildend undin die Verzierung überphantasivend, umgeben. Ich wünschte, daßSie es gern thun und daß es Ihnen Freude machen möchte; ja,daß Ihre Randglossen die Hauptsache und mein Text ein armerCommentar schiene, und anders wird es gewiß nicht werden,wenn Sie es thun. Sehen Sie nun, Sie beschuldigen michschweigend mit Unrecht einer lächerlichen, typographischen Eitel-keit, denn die Geister, welche durch Ihre Feder am Randerscheinen werden, sollen die meinen erlösen, und die Grillendes Zeichners mein wunderlich Lied umgeben, als sei es einAschenhaufen. (Es ist eine Sage bei/uns, wenn die Grillenunterm Feuerherde singen, es seien die Seelen der Vögel, dieeinst auf den grünen Bäumen gesungen, welche heute auf demHerde verbrannt wurden.) Es würde mich sehr betrüben, wennSie mir Unrecht thäten und mich für anmaßend und Ihr Talentunbescheiden in Anspruch nehmend, oder im Verdacht hielten,als hätte ich eine lächerliche Einbildung auf mein Gedicht, ^lch,das ist es gewiß nicht. Es ist nur das herzliche Verlangen, daßEinzelnes in diesen Liedern, etwa in jedem die Bedeutung oderder höchste Moment der Erscheinung durch einen geistreichenMeister mit wenigen Linien dem Leser näher gerückt sei; dennkönnte ich zeichnen, ich würde es nie gedichtet haben. Es istnicht dieses Lied selbst, das ich liebe, es ist die Fata Morgana^über meinem versunkenen irdischen Paradiese, das Nest einesverbrannten, aber nicht wieder erstandenen Phönixes, in dessenAsche blasend ich diese Gestalten gesehen habe, aber ich konntesie nicht zeichnen, ich mußte sie singen mit gebrochener Stimme.
Es hat mich immer eine Erscheinung tief gerührt, die mir imsüdlichen Deutschland oft begegnet ist: gefallene, von dem Ber-