und, was mir nicht begegnet war, gewisse Bilder und Zusammen-stellungen, begegneten mir immer wieder. Ich, schaute sie mit gleichemGenuß an, ihre Farbe wurde mir bestimmt, und ich entschloß mich,sie in einem historischen Verhältnis; zu einer ganzen Begebenheitauszubilden, die bald auch ein Schicksal, eine Nothweydigkeit, ihrenHimmel, ihre Erde, Leben und Tod empfing. Ich bildete sie ineinzelnen Romanzen aus, die alle klar und bestimmt, ohne vielenlyrischen Erguß, meist handelnd sind, und empfand bald, daß siemein gehörten^ daß sie von mir waren und mich erfreuten. Ichtheilte sie den verschiedensten Menschen mit; sie machten Alleneinen gleich angenehmen, ernsten und rührenden Eindruck, undich gewann diese Arbeit lieb, von der ich leider durch betrübendeZeit und Selbstverhältnisse nur zu oft getrennt wurde. DieHälfte ungefähr liegt fertig, der Plan des Ganzen ist es auch, >und ich bin in der Lage und Muße, den Rest bald zu vollenden.Der Titel würde sein: Die ^ Erfindung des Rosenkranzes.Befürchten Sie kein modernes, christlich geschminktes Geklimper,das mir höchst zuwider; das Ganze ist lebendige Begebenheit,doch ohne Grundlage einer Legende, von mir erdacht, derenSchuld und Buße sich mit der Erfindung der Psalters löst, unddiese ist mit demselben verwebt und innig verbunden, damit esnicht ein Roman, sondern ein kleines Epos sei. Zimmer inHeidelberg, der das Gedicht liebt unv es bei seiner Vollendungdrucken wird, hat meinen heimlichen Wunsch, daß Sie meine Arbeitmit Ihren Zeichnungen-verzieren möchten, durch die SchilderungIhrer Güte schier in mir zu einer Hoffnung gemacht, ohne derenErfüllung ich meinen Muth, fortznarbeiten, sehr würde sinken sehen.
Dies war also meine Bitte, ich habe es gesagt; nundas Nähere. Zimmer wird das Ganze in klein Folio odergroß Octav drucken, und da es aus ungefähr vier undzwanzig Romanzen in kurzzeiligen Versen bestehen wird, sobildet der Druck eine schmale, gerade Columne. Mein Wunsch