Druckschrift 
1 (1855) (1855)
Entstehung
Seite
126
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hielt meiner Aufklärung, die von allen Seiten sperrweit offen ist,das Gleichgewicht. Da erkühnten sich ein halb Dutzend Stroh-fiedeltöne, in der Ordnung eines Walzers, zwei Mann hoch,unter dem Commando eines Dudelsacks, durch die kalte Nachtdurchzuspazieren und mir unter meine Mütze in meine Ohrenzu gucken.

Es war lustig, diese kecken Töne zu sehen, die rund undgesund, da die ganze Welt erstarrt war, durch den kalten Wintertanzten. Da schlug ich nun das Leder in die Höhe und sah denVesuv an einem Tannenwald und die Lichtrisse der schmiedendenChclopen. Das war ein Eisenhammer und die Kunst goß einenglühenden Strom, der mit Tag geschwängert war, durch diezähneklappernde Mitternacht. Jetzt ward es menschlich. Dieehrlichen Töne führten mich mit bäuerischer Höflichkeit eine Artvon menschlicher Hühnersteige hinauf; sie machten mir Muth,indem der'Takt vor mir herhüpfte und ich in den abgemessenenSchritten die Angst und die Langeweile vergaß.

In einer kleinen Stube saßen fünf alte tugendhafte Spinn-räder auf einem Tische; eine nasenweise Spindel schien sie Allezu übersehen und eine zerbrochene Haspel streckte ihre Armeauseinander, als wollte sie mehr, als sich um sich selbst drehen.Aber das wollten die guten Spinnermädchen und die Hammer-knappen nicht, und sie drehten sich recht nach Herzenslust, schrienihre Füße in die Höhe und ließen sie schrecklich fallen. Ich nahmeine Dirne, drehte mit: Alles schien in der Stube zu leben;selbst unter die Spinnräder brachte mein fliegender Mantel eineArt von Revolution, die Luft wimmelte von einer Menge vonFlachsacheln, die ein paar Geistermährchen welche, umbei der ewigen Wiederholung nicht weit her zu haben, sich indie gothischen Gewölbe des Ofens logirt hatten- wie Priester,mit de.m Lampendunste zusammengaben und copulirten, und dreiTage lang habe ich Armer mit Husten und Keuchen die Kämpfe