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dieser ist gesund. Denke Dir auf dieser fremden Hand einenKuß, den sie Dir zuwirft, so hast Du eine Allegorie der freund-lichen Stirn, die Dir das Leben im Allgemeinen bieten wird,weil Du es freundlich ansiehst; denke Dir in dieser fremdenHand meinen Druck, meinen Sinn und meine Seele, die Diraus dem todteu Buchstaben sprechen soll. Aber das wirst Dunicht können, sonst kenntest Du mich und ich wäre Dir keinsonderbarer Mensch mehr. Obschon das nun sehr gut wäre, sowäre es doch recht schade darum, denn dann könntest Du unseresguten Franz allerliebstes Weib, oder ich meine ganze Weltnicht sein, und dieser mein Druck mit einer fremden Hand ist Dirdie Allegorie der Ferne zwischen uns, die uns Beide, je kleinersie zwischen uns wird, in unserer Ausbildung immer größerzurückläßt. „Lass' das all gut sein, 's sind all gut Ding."
Du weißt als eine gute Katholikin, daß unsere allgemeineAnrede und Bitte zu unserem lieben Herrgott in den siebenBitten des einfachen, kindlichen Vaterunsers enthalten sind,weil sich in ihm, wie in der heiligen Dreifaltigkeit, alle Herr-schaft und Unterthänigkeit so einfach befindet; so soll dieser Briefauch gleichsam ein Vaterunser sein, in dem ich für Alles danke,was ich bekommen habe, und Alles das begehre, was ich will.Denn in Dir, meine Liebe, ist die Abgötterei und leider auch dieMhthologie und Poesie unserer Familie aufgelöst, darum steheich wieder so atheistisch darin.
Ich bin unterwegs nicht umgekommeu, aber meine Reise-gesellschaft kam um mich; denn ach! in Eisenach kam mir derWinter und sein Eis so nach, daß ich ein Bischen krank werdenmußte. Eine schöne Scene habe ich unterwegs gehabt, die mirden anderen Tag noch im Halse gelegen und mir immer im Sinnliegen wird. Die Nacht war ein gut Stück in den Tag hinein-gerückt; die Kälte siel handgreiflich vom Himmel herab in.id dieDunkelheit im Postwagen, der von allen Seiten zugemacht war,