121
ganz in der Ordnung, aber hebt doch die Empfindung nicht auf,die er mir einzig geben wird, die er allein geben kann.
Bettine sckeint sehr glücklich zu sein, ich bin auch glücklich;aber sie hatte mir einst zugeschworen, ich könne nur durch ihreLiebe, ihre Bildung, ihre Vortrefflichkeit glücklich werden; dochalle meine Liebe war bis jetzt nur ideell, und mir kommt nichtnur, was ich gebe, sondern auch, was ich erhalte, zu gut.
Wo ich nach der Wiedergenesung Sophien's und einerReise mit ihr und meinem Kinde meinen steten Aufenthaltaufschlagen werde, ist noch unbestimmt; vielleicht in Dresden,weil dort alle Art von Kunst und Leben sich mit der nahen,schönen erzgebirgischen Natur verbindet. Meine Frau wird dortihr Zeichentalcnt weiter üben, und von da eile ich einmal überPrag nach Wien, oder weiter. Das sind Pläne!
Sophie grüßt Dich und Franz herzlich.
I'ß. Sage Bettine, da sie in Verlegenheit zu sein scheine, wassie ans meine Briefe und auf meine große Liebe zu ihr antwortensolle, so wolle ich sie nicht mehr stören; ihr letzter Brief habeetwas Mühsames oder Undeutliches, ohne doch etwas Gedachteszu enthalten; sie thue mir Unrecht, ich sei Etwas Werth, wassie nicht erkennen wolle, und sie werde einst zu mir zurückkehren.
Derselbe an Dieselbe.
Marburg den 28. Mai 1804.
Wir von Gottes Gnaden und durch die Gesetze der Natur-Gatte und Vater haben Euren wohlmeinenden Beitrag zurGarderobe unseres theueren Kronprinzen Achim Ariel Tyll mit