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1 (1855) (1855)
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Doch um Eins muß ich Dich recht herzlich bitten, meinen ^Brief nicht ganz anderen Menschen zu lesen, besonders wo ichklage, oder vielmehr sage, wie es mit mir ist. Die armen Leute ^haben überhaupt so eine lustige, äußerst verrückte Idee von mir, §daß es nicht taugt, ihnen noch andere mitzutheilen.

Obschon Du nicht ganz wissen kannst, wie mir ist und wieich bin, so hast Du doch immer lieber eine freundliche, guteMeinung von mir gehabt, als mit der unerträglichen HoffartAnderer meinem Wesen in anmaßlicher Auslegung Allerlei anzu-dichten, und ich versichere Dich, daß Du mir unendlich wohldamit gethan hast und ich es Dir nie vergessen kann. Überhauptfinde ich, wenn ich die Menschen durchgehe, auch die noch so

liebenswürdigen, die mir einfallen, wenige, die den fatalenDünkel nicht hätten, Seelen auslegen zu wollen, wie undeutlicheSchriftstellen. Ich habe noch nie empfunden, daß mir einMensch wohlgethan, als wenn er ruhig annahm, daß ich ein

guter Mensch sei, ohne mir vorher die schändliche Langeweile zumachen, mich vor etwas schwer begreifenden Wesen stückweise zuzerlegen. Ich versichere Dich, es soll Dich nicht gereuen, so

gute Meinung von mir gewagt zu haben. Ich büße noch bis

jetzt, seit langer Zeit her, in meiner Familie für Fehler, die

ich nicht begangen habe; aber ich kann mich darüber nichterklären. Es würde lustig sein, meine Tugenden dagegenaufzustellen, die in mir, niedergedrückt, allein die Stufen seinkönnen, auf die ich mich in mir selbst rette, wenn ichmich einem höheren, besseren Leben mit meinen Augen nähernmuß, um mein Herz etwas über die Fläche emporzuheben,die voll Kummer um meine Brust wallt. Ich habe nichts

verloren, was ich nicht besitze. Ich habe es aufgeopfert, umzu helfen.

Du sagst, es gäbe außer dem Leben so Manches, was

uns interessirt, das ist recht wahr von Dir gesagt und es