Das, göttlich aus sich selbst emporgestiegen,
Ein zartes Licht, die rohe Nacht erfüllt,
An das sich bang all' meine Wünsche schmiegen;
Mein Bischen Gutes, all' mein Denken quilltVon diesem Licht, und seh' ich's nicht mehr wallen,
Dann ist die Nacht. Jn's Grab mutz ich dann fallen.
Ich bin recht traurig, liebe Seele, ich wollte, ich könntezusehen, wie Du Deinem Kinde die Suppe reichst, und neben iDir auf einem Schemel sitzen, das würde mir wohl thun.
Du hast wohl nie gewußt, daß ich im Herzen sehr gerührtwar, wenn ich auf dem Schemel saß und Du Mathilde Suppereichtest. Und doch ist dies die einzige Scene, die mir nochdeutlich im Sinne schwebt, das andere Wesen, auf das ich michin diesem Augenblicke besinne, weiß ich gar nicht mehr, außerdaß mir die Gundel einmal unendlich gefiel, als sie sonderbargaukelte und in der Bewegung am Ende alle Welt vergaßund selbst eine allerliebste volle Bewegung wurde. Mit denKindern geht es mir immer so, ich kann nicht mit ihnen sprechenoder spielen, aber sie spielen mit aller meiner Weisheit, und ichmuß mich oft in Acht nehmen, daß ich nicht hinknie und bete.Überhaupt ist in mir ein sonderbar zarter Sinn, der bald all'mein Sinn sein wird, und den bis itzt nur ein Mensch kaumerkannt hat, der ihn ernährt, dem er vielleicht wie eine schöneBlume heranwächst, oder der ihn zerknickt. Sattsam hat michbis jetzt die Welt vermummt (vermauert):
Doch unter kaltem SchneeErkeimt die zarte Saat.
Wenn mir so ein Frühling aufgeht, werde ich ein schöner ^
Mensch sein.
Es ist eigentlich nicht recht, daß ich Dir jetzt schreibe, weiles so traurig wird; aber verzeih' mir, ich kann nicht Anderesthun; es ist mir unter allen meinen Arbeiten das Süßeste und