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Ein zartes Lied, es kann es Keiner lehren,
Es schaffet sich im inneren Gemüth,
Wo Sehnsucht, Lieb' und himmlisches VerkehrenBeisammen sind. In Liedes Busen glühtEin leises Bitten und ein still Gewähren,
Um die wie Blumenkelch dein Leben blüht;
Und an dem Rande schwebe ich und schwelge,
Ein Schmetterling, vom Lied im Blumenkelche.
Es harrte still dein mütterlich Verlangen;
Du siehst ein Zähnchen in dem kleinen Mund,
Und große Freude hat dich nun umfangen,
Du thust es fröhlich seinem Vater kund,
Du zeigst des Kindes runde, volle Wangen,
Wie es so fröhlich ist und so gesund;
Doch ich, ich weine, habe nichts zn zeigen,
Und was ich weine, muß ich still verschweigen.
Noch zweimal wird das Kind dich überraschen,Einmal, wenn ihm der Muttersorge BlickIm Gehn zum Vater folgt, der froh es HaschenUnd küssen wird, er leitet es zurück,
Du lohnst das Kind und gibst ihm was zu naschen,Und lebend geht und kehret schon dein Glück.
Doch mir, mir wandelt nie ein solches Leben,
Um mich wird nie sich stille Heimath weben.
Und wenn es einst die heiligen Worte spricht,
Dich stammelnd Mutter und ihn Vater nennet,Der Sinn durch di« Gestalt in Worte brichtUnd es des Wechsellebens Geist bekennet,
Dann scheint des dritten Tages festlich Licht,
Es ist von dir ein fertig Bild getrennet;
Doch ich werd' ewig mich znm Spiegel bückenUnd nie ein neues Leben d'rin erblicken.
Und ewig soll ich stillen Kummer wiegen,
Erreich' wohl nie das freundlich holde Bild,